Fußball: Hallenturnier des SV Wilmsberg „Die beste Mannschaft siegt“

Borghorst -

Als Jan Kroening nach nur sechs Minuten das 3:0 für seine Mannschaft erzielte, machte sich in der Buchenberghalle bereits Partystimmung breit. Nicht nur die zahlreichen Zuschauer schienen keine Zweifel mehr daran zu haben, dass der SV Wilmsberg das Finale gegen Vorwärts Wettringen gewinnen und damit seinen Titel beim eigenen Hallenturnier verteidigen würde. Sie sollten Recht behalten, bekamen allerdings mehr Spannung geboten, als ihnen womöglich lieb war.

Von Jan Gudorf
Mit acht Siegen in acht Spielen krönte sich der SV Wilmsberg zum verdienten Sieger des eigenen Hallenturniers. Belohnt wird die Titelverteidigung mit 1000 Euro für die Mannschaftskasse. Im Finale gegen Wettringen machten es die Piggen jedoch spannender als gewollt.
Mit acht Siegen in acht Spielen krönte sich der SV Wilmsberg zum verdienten Sieger des eigenen Hallenturniers. Belohnt wird die Titelverteidigung mit 1000 Euro für die Mannschaftskasse. Im Finale gegen Wettringen machten es die Piggen jedoch spannender als gewollt. Foto: Jan Gudorf

Kroening per Doppelpack und Daniel Groll brachten den SVW mit schön herausgespielten Toren komfortabel in Führung. Doch der Ligakonkurrent, den die Piggen in dieser Spielzeit „draußen“ mit 3:1 bezwungen hatten, gab sich nicht auf – und schlug zurück. „Ich wusste, dass Wettringen noch mal aufkommen würde. Aber so eine Spannung hatte ich nicht erwartet“, musste Marius Wies mitansehen, wie Marcel Pöhlker (8. Minute) und Florian Kappelhoff-Rickert (14.) auf 2:3 verkürzten. Pöhlker konnte wenig später aufgrund einer Schulterverletzung nicht weiterspielen und verließ das Feld unter Applaus der Zuschauer. Mit Glanzparaden bewahrte Lukas Schröder sein Team in der Folge mehrfach vor dem Ausgleich, der 14 Sekunden vor Schluss durch Daniel Feldkamp dann doch noch fiel.

So musste – wie im Vorjahr – das Neunmeterschießen den Sieger ermitteln. Zwei Wettringer Fehlschüsse (einmal parierte Schröder erneut stark) sowie Treffer von Steffen Köhler und Alex Hesener sorgten schließlich für grün-weißen Jubel – völlig zu Recht, so die einhellige Meinung in der Halle. „Die beste Mannschaft hat gewonnen“, brachte es Klaus Brüning auf den Punkt. „Wir haben für unsere Verhältnisse etwas schwach angefangen, uns dann aber kontinuierlich gesteigert und am Ende vollkommen verdient gewonnen“, analysierte Wies den Turnierverlauf.

Ein Beleg für die Aussage des Co-Trainers war das Halbfinale gegen Germania Horstmar. Hatte sich Wilmsberg in der Vorrunde noch zu einem 2:1 gemüht, so fegte es nun mit 7:0 über den TuS hinweg. Für Germania-Kapitän Sebastian Wehrmann keine Schande: „Wir sind glücklich, im Halbfinale gestanden zu haben. Dort hat Wilmsberg seine Chancen dann eiskalt genutzt.“

Zu einem ähnlichen Fazit kam Abi Gökyildiz, der mit seinem TuS Laer im Halbfinale gegen Wettringen nach einer 1:0-Führung noch mit 1:3 verlor: „Wir haben viele gute Spiele gezeigt und sehr offensiv gespielt. Es war ein sehr ordentliches Turnier vorn uns.“ Tatsächlich stellte der TuS nach dem Gastgeber den zweitbesten Sturm und präsentierte technisch feinen Angriffsfußball. Belohnt wurde dieser letztlich mit dem dritten Platz, den sich Laer durch einen 3:1-Erfolg im Neunmeterschießen gegen Horstmar sicherte.

► Torschützenkönig wurde SVW-Angreifer Alexander Hesener, der elf der insgesamt 42 Wilmsberger Treffer erzielte. Als bester Torhüter wurde Rafael Romero von Finalgegner Vorwärts Wettringen ausgezeichnet.

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