Fußball: Kreisliga A Toonen will beim TuS Laer das Feld bereiten

Laer -

Harry Toonen wird interimsweise bis Sommer 2018 das Traineramt beim TuS Laer bekleiden. Die einfachsten Lösungen sind oftmals die besten. Bezogen auf den TuS Laer gibt es Gründe, weshalb das so ist.

Von Heiner Gerull
Interimstrainer Harry Toonen will dafür sorgen, dass Ron Konermann im Sommer einen optimalen Einstieg beim TuS Laer findet.
Interimstrainer Harry Toonen will dafür sorgen, dass Ron Konermann im Sommer einen optimalen Einstieg beim TuS Laer findet. Foto: Thomas Strack

Die naheliegendsten Entscheidungen sind oftmals die besten. Das haben sich wohl auch Thomas Schwier, Vorsitzender des TuS Laer und kommissarischer Leiter der Fachschaft Fußball im Verein, und seine Kollegen gedacht, als sie Harry Toonen vom Sportleiter zum Interimstrainer der Kreisliga-A-Mannschaft beförderten (wir berichteten).

Toonen selbst macht keinen Hehl daraus, „dass ich mich nicht darum gerissen habe“, wie er sagt. Da sein Herz jedoch ganz im Takt des TuS Laer schlägt und er als Sportleiter ohnehin nah an der Mannschaft ist, bedurfte es kaum Überredungskünste, um ihn davon zu überzeugen, den Job für ein paar Monate zu übernehmen.

Handlungsbedarf bestand, nachdem sich der Club vor wenigen Wochen vom bisherigen Chefcoach Florian Dudek getrennt hatte und dessen Nachfolger Ron Konermann sein Amt erst zu Beginn der Saison 2018/19, am 1. Juli, übernimmt.

„Ich denke, es ist die einfachste Lösung, weil wir uns kennen und sich die Spieler nicht erst an einen neuen Trainer gewöhnen müssen“, gibt Toonen zu verstehen.

Es wird Gründe gegeben haben, die zur Trennung zwischen Ex-Coach Dudek und dem Verein geführt haben. Sprechen darüber will weder die eine noch die andere Seite. Am Trainingsplan der Wintervorbereitung kann es aber kaum gelegen haben, wie Toonens Worten unschwer zu entnehmen ist: „Das hat er gut gemacht“, zollt der neue Interimscoach seinem Vorgänger ein Lob. Womit er sicherlich die vereinbarten Testspiele anspricht, an denen der TuS festhält. Auch am Trainingsrhythmus will der Niederländer nichts verändern.

Toonen leugnet nicht, dass es die Überlegung gab, Konermann zu fragen, ob er auch bereit wäre, schon nach der Winterpause – also ein halbes Jahr früher als vereinbart – einzusteigen. Diese Gedankenspiele habe man jedoch schnell verworfen. In erster Linie will der Verein seinem neuen Coach das Feld für einen erfolgreichen Einstieg bereiten. Dafür ziehen alle an einem Strang; Toonen in vorderster Front. „Ron soll ohne Druck und mit Freude und Elan bei uns im Sommer anfangen. Bis dahin kann er die Zeit nutzen, um beim Training vorbeizuschauen oder sich schon mal das eine oder andere Spiel von uns anzugucken.“ Sicherlich hätte der Verein auch eine externe Lösung gefunden, um auf die plötzliche Vakanz zu reagieren. Doch darauf wollte man sich jedoch nicht einlassen.

Konermann bietet sich jedenfalls eine optimale Grundlage für seinen Einstieg in Laer. Er kann – und muss – Einfluss nehmen auf die Zusammensetzung des künftigen Mannschaftskaders. Bekanntlich gibt es einige Veränderungen beim TuS im Sommer (wir berichteten). Der Wechsel des Übungsleiters wird sich jedenfalls reibungslos vollziehen, da Toonen schon jetzt betont, dass er sich nach seiner Zeit als Interimstrainer wieder auf sein Ehrenamt als Sportleiter beschränken wird.

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