Fußball: Kreisliga A Ron Konermann ab Sommer Trainer beim TuS Laer

Laer -

Wie in in der zweiten Halbserie hinsichtlich des Trainers beim TuS Laer weitergeht, ist noch nicht endgültig geklärt. Fest steht aber, dass Ron Konermann, zuletzt Angreifer beim SV Wilmsberg, SV Mesum und Preußen Borghorst, ab Sommer 2018 das Traineramt in Laer übernimmt.

Von Heiner Gerull
Ron Konermann (re.), hier noch im Trikot des SC Preußen, war früher ein torgefährlicher Angreifer. Im Sommer 2018 übernimmt er beim A-Ligisten TuS Laer das Traineramt.
Ron Konermann (re.), hier noch im Trikot des SC Preußen, war früher ein torgefährlicher Angreifer. Im Sommer 2018 übernimmt er beim A-Ligisten TuS Laer das Traineramt. Foto: Thomas Strack

Als Angreifer des SV Mesum, SC Preußen Borghorst und SV Wilmsberg war er für die Abteilung „Tore schießen“ verantwortlich. Ab kommender Saison versucht sich Ron Konermann erstmals auf der anderen Seite – als Trainer des TuS Laer. Mit seiner Zusage kehrt der 32-jährige Fußballer zu seinen Wurzeln zurück. Denn beim heimischen A-Ligisten begann einst seine Laufbahn.

Der überraschenden Ankündigung von Florian Dudek, am Saisonende beim TuS aufhören zu wollen, folgte postwendend die vorzeitige Trennung. Am Dienstag gab TuS-Vorsitzender Thomas Schwier bekannt, dass Konermann ab der kommenden Saison das ins Schlingern geratene Schiff wieder auf Kurs bringen soll. In den vergangenen Tagen überschlugen sich geradezu die Ereignisse beim TuS. Und wer angesichts der jüngsten Entwicklung zu dem Schluss kam, der Verein wollte seine sportlichen Geschicke noch im Jahr 2017 bestimmen, der lag richtig.

Bei der Entscheidungsfindung der Laerer Verantwortlichen spielte wohl auch die Erfahrung eine Rolle, dass ein neuer, unverbrauchter Trainer in der Regel nicht die schlechteste Wahl ist. Auch in der heimischen Region gibt es dafür das eine oder andere Beispiel. Schließlich will ein Trainer-Novize seine Sache besonders gut erledigen. Darauf setzt auch der TuS, der für Konermann in mancherlei Hinsicht eine gute Adresse sein kann.

„Es ist für beide Seiten eine neue Herausforderung. Aber ich denke, das kann sehr reizvoll sein“, sagt Schwier. Dass die Wahl auf Konermann fiel, hatte mehrere Gründe. „Ron kennt sich aus. Er hat viele Kontakte. Schließlich bringt er aus seiner aktiven Zeit reichlich Erfahrung mit“, erläutert der TuS-Chef.

Seine Worte werden vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Veränderungen beim TuS nachvollziehbar. Denn schon jetzt deutet sich an, dass sich Laers Kader im Sommer verändern wird. So will Abdullah Gök­yildiz ab kommender Saison sportlich kürzertreten. Gleiches gilt für Thorsten Blanke und Sinan Celik; bei dem man ohnehin abwarten muss, inwieweit seine schwere Knieverletzung überhaupt noch Wettkampfsport zulässt. Schließlich hatte Frank Hallau schon vor geraumer Zeit angekündigt, nach Burgsteinfurt zurückkehren zu wollen. Damit brechen dem TuS mindestens vier Leistungsträger weg.

Konermanns Auftrag bei seinem künftigen Club leitet sich aus diesen Veränderungen ab. Wobei Schwier eines schon heute klarstellt: „Ron wird bei uns als Trainer und nicht als Spielertrainer anfangen.“

Konermanns Worten ist unschwer zu entnehmen, dass er sich auf seine neue Aufgabe freut. Und dass die Wahl ausgerechnet auf ihn gefallen ist, kommt für Insider gar nicht so überraschend. „Ich habe hier schließlich angefangen, und die Verbindung zum TuS Laer ist nie abgerissen“, erläutert der Speditionskaufmann.

Wenn er über seine „Verbindung zum TuS“ spricht, dann meint er in erster Linie einen: Harry Toonen, heute Sportleiter in Laer. Mit dem hat er nämlich noch beim TuS gespielt, als er gerade aus der Jugend gekommen war. „Wenn ich sehe, wie das Umfeld hier in all den Jahren gewachsen ist, dann erkennt man eine Entwicklung“, sagt Konermann mit Blick auf die Laerer Sportstätte. Zudem finde er eine Mannschaft vor, bei der man noch „an der einen oder anderen Stellschraube drehen“ müsse, um mittelfristig zum Angriff auf die Tabellenspitze zu blasen.

Das ist eine Aufgabe, an der man wachsen kann. Der Angreifer, der zu Landesliga-Zeiten bei Preußen Borghorst interimsweise schon als Sportleiter tätig war, ist fest entschlossen, diese Chance zu nutzen.

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