Die Jugendfußball-Pokalendspiele im Kreis Steinfurt Steinfurter Kreispokalendspiele liefern Stoff für viele Geschichten

Kreis Steinfurt -

In neun Spielen ermittelte der Fußballnachwuchs des Kreises Steinfurt seine Pokalsieger. Dabei erwies sich Borussia Emsdetten als der stärkste Verein. Aber auch eine Mannschaft aus Ochtrup durfte den Cup in die Höhe stemmen.

Von Marc Brenzel
Der Cup geht ins Vechtestadion: Die aktuelle C-Mädchen-Mannschaft der SpVgg Langenhorst/Welbergen stand schon mehrfach im Kreispokalendspiel. Am Montag reichte es wieder zum großen Wurf.
Der Cup geht ins Vechtestadion: Die aktuelle C-Mädchen-Mannschaft der SpVgg Langenhorst/Welbergen stand schon mehrfach im Kreispokalendspiel. Am Montag reichte es wieder zum großen Wurf. Foto: Marc Brenzel

Erstmals richtete der SC Altenrheine am Montag die Kreispokalendspiele für den Steinfurter Fußballnachwuchs aus. Der Sportplatz am Kanal erwies sich dabei für Borussia Emsdetten als gutes Pflaster. Vier der neun zu vergebenen Titel gingen an die Jutestädter. Zwei Pokale holte sich die traditionell starke Jugend des FC Vorwärts Wettringen , während die übrigen Trophäen demnächst in den Vitrinen der SF Gellendorf , SuS Neuenkirchen und der SpVgg Langenhorst/Welbergen stehen.

B-Juniorinnen:

Bor. Emsdetten - SpVgg Langenhorst/W. 5:0 (3:0)

Das Finale stand für die Langenhorster Mädchen unter keinem guten Stern. Nach neun Minuten musste Torhüterin Nicole Lammers verletzt ausgewechselt werden. Und da keine zweite ausgebildete Torfrau zur Verfügung stand, stellte sich mit Jule Plenter eine Feldspielerin für den Job zwischen den Pfosten zur Verfügung.

Gegen den favorisierten Landesligisten hielten die Ochtruperinnen die Partie eine ganze Weile offen, ehe kurz vor dem Pausentee das sportliche Unheil über die ohnehin schon ersatzgeschwächt angetretenen Schwarz-Gelben hereinbrach. Noelle Slon (38./41.) und Leonie Pliet (40.) ließen es in kurzer Folge drei Mal klingeln. Damit war eine Vorentscheidung gefallen. Erneut Slon (60.) und Lisa Haves (78.) sorgten in der zweiten Hälfte für den 5:0-Endstand.

„Uns war schon im Vorfeld klar, dass es schwer werden würde. Schade, dass sich unsere Nummer eins so früh verletzt hat. Aber egal. Unser Fokus liegt in dieser Saison mehr darauf, den Klassenerhalt in der Bezirksliga zu schaffen“, nahm SpVgg-Trainer Ralph Möllers die Niederlage gefasst auf.

C-Juniorinnen:

SpVgg Langenhorst/W. - Horstmar/Leer 2:0 (0:0)

Die Taktik von JSG-Coach Günter Kreimer, hinten tief zu stehen und auf Konter zu lauern, schien erstmal aufzugehen. Im ersten Abschnitt ging der Langenhorster Nachwuchs – die Gefahr schneller Gegenangriffe vor Augen – nicht volles Risiko. Die JSG besaß durch Anna Isfort und Sonja Terkuhlen sogar selbst zwei gute Möglichkeiten.

Nach dem Wechsel trauten sich die Mädchen aus Och­trup mehr zu und kamen zügig zum 1:0. Clara Homölle war nach Zuspiel von Melina Arntzen erfolgreich (41.).

Weil die SpVgg das mögliche 2:0 erstmal ausließ, wurde die Entscheidung vertagt. Die JSG lockerte ihren Defensivverbund und suchte ihr Glück bei Standards. Vier Minuten vor dem Abpfiff schnürte Homölle ihren Doppelpack und machte damit den verdienten Langenhorster Sieg perfekt.

„Das war schwerer als gedacht. Horstmar/Leer hat das sehr gut gemacht“, fand SpVgg-Coach Botho Preuß. Auf die anschließende Pokalsause verzichtete seine Truppe. Das Geld wird für die Mannschaftsfahrt nach Barcelona im nächsten Jahr gespart. JSG-Trainer Kreimer war alles andere als unzufrieden: „Meine Mädels haben super gespielt und aufopferungsvoll gekämpft.“

D-Junioren:

1. FC Nordwalde - Vorwärts Wettringen 0:3 (0:2)

Auf einen richtig starken Gegner traf der Nordwalder Nachwuchs. Die Wettringer verstanden es prima, den Ball schnell laufen zu lassen und sich so zahlreiche Möglichkeiten zu erarbeiten. Das traf vor allem auf die zweiten 30 Minuten zu, in denen FCN-Keeper Florian-René Gorski unglaubliche Bälle hielt und damit unterstrich, warum er Stützpunkt-Keeper ist.

Vor dem Pausentee waren die Nordwalder durchaus ebenbürtig und entfachten Gefahr vor dem gegnerischen Kasten. Ole Kölking hatte das mögliche 1:0 auf dem Fuß. „Wenn der passt . . .“, ließ Trainer Ingo Kölking mal offen, fügte jedoch an: „Der Wettringer Sieg geht in Ordnung. Erst haben wir noch gut dagegen gehalten, aber dann ist uns ein bisschen die Luft ausgegangen.“

Für die Vorwärts-Treffer waren Ole Stein (22.) und Jonas Brünen (28.) vor der Halbzeit sowie Joost Roling (45.) nach der Pause verantwortlich.

D-Juniorinnen:

Preußen Borghorst – SF Gellendorf 1:3 (1:1)

In dieser Partie bewahrheitete sich einmal mehr die alte Fußball-Weisheit „Wer vorne nicht trifft, wird hinten bestraft“. In der ersten Halbzeit diktierten die Borghorster D-Mädchen über weite Strecken das Geschehen, doch im Abschluss fehlte es in vielen Situationen an der nötigen Präzision. Effektiver zeigte sich der Kontrahent: Nach einer Unachtsamkeit in der SCP-Deckung erzielte Bisharo Shuqul das 1:0 für die Sportfreunde. Diesen Schaden reparierte Alexa Töpel mit ihrem 1:1 vorrübergehend. „Borghorst hat stark begonnen. Da hatten wir echt Glück“, resümierte der Gellendorfer Übungsleiter Ralf Steggink.

Verteilt waren die Spielanteile in der zweiten Hälfte. Nachdem Maya Jill Hasenclever das Team aus Rheine zum zweiten Mal in Führung brachte (41.), warfen die Adlerträgerinnen alles nach vorne. Doch statt des Ausgleichs fiel nach einem Konter das 3:1 durch Filipa Barbosa Sampaio (52.).

„Wir hatten selbst mehrfach die Gelegenheit, in Front zu gehen. Das ist uns leider nicht gelungen. Trotzdem war das ein sehr gutes Spiel unserer Mannschaft. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Das war hier und heute in Altenrheine eine prima Sache“, erklärten Silke Olden und Dominik Vahlhaus vom Trainerteam der Preußen.

E-Junioren:

SV Wilmsberg - Vorwärts Wettringen 1:3 (0:3)

Im Finale der E-Junioren gab die erste Hälfte den Ausschlag zugunsten der Wet­tringer. Marvin Klewitz und Moritz Maaßen trafen für die Mannschaft aus dem „Hiärtken“, zudem unterlief den „Piggen“ ein Eigentor. Davon ließen sich die Wilmsberger, deren Team zu weiten Teilen aus Kickern des jüngeren Jahrgangs (2007) bestand, nicht unterkriegen. Im zweiten Abschnitt versuchten sie noch einmal alles, dabei sprang trotz guter Abschlüsse von Armin Bettendorf oder Felix Schmitz lediglich der Ehrentreffer durch Niko Heumann heraus. Auf der anderen Seiten hatten die Vorwärtsler zwei Mal Pech bei Aluminium-Treffern von Justin Albers.

Für SVW-Trainer Thomas Schmitz war nach dem Schlusspfiff trotzdem klar: „Unsere Spieler haben in dieser Pokalsaison Unglaubliches geleistet. Heute hat Wettringen verdient gewonnen, aber schon die Finalteilnahme war eine super Geschichte für uns.“

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4349338?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686795%2F