Kreisreiterverband Steinfurt Steinfurter springen allen davon

Münster / Kreis Steinfurt -

Beim Mannschaftsspringen der Kreisreiterverbände sprangen die Reiterinnen des KRV Steinfurt beim K+K-Cup in Münster der Konkurrenz auf und davon. Die Steinfurter Equipe vollzog eine Punktlandung, die auf dem Siegertreppchen endete. Der Triumph war das Ergebnis perfekten Timings und ausgeklügelter Strategie.

Von Heiner Gerull
Strahlender Sieger: Der KRV Steinfurt mit (von li.) Claudia Brüggemann, Charlotte Rotmann, Trainer Peter Schmerling, Johanna Reckermann und Carina Hoegen gewann das Springen der Kreisreiterverbände.
Strahlender Sieger: Der KRV Steinfurt mit (von li.) Claudia Brüggemann, Charlotte Rotmann, Trainer Peter Schmerling, Johanna Reckermann und Carina Hoegen gewann das Springen der Kreisreiterverbände. Foto: Jürgen Peperhowe

Da hat wirklich alles gestimmt! Mit einer blitzsauberen Vorstellung gewann die Equipe des Kreises Steinfurt am Donnerstagabend das L-Springen der Kreisreiterverbände beim K+K-Cup in der Halle Münsterland. „Das war eine tolle Leistung der gesamten Mannschaft ohne jeglichen Makel“, zollte Mannschaftsführer Peter Schmerling seinem Team ein dickes Lob. „Es gehört sicherlich auch ein bisschen Glück dazu, hier zu gewinnen. Entscheidend war, dass die Pferde bis zum Ende konstant gute Leistungen erbracht haben“, erläuterte Teammitglied Johanna Reckermann.

Klar, dass die Freude bei Claudia Brüggemann (RFV Nordwalde), Charlotte Rotmann (RFV Burgsteinfurt), Johanna Reckermann (RFV Steinfurt-Dumte) und Carina Hoegen (RFV Ochtrup) riesengroß war, als sie am Abend strahlend ihre Siegerplaketten präsentierten. Denn angesichts einiger Unwägbarkeiten im Vorfeld der Veranstaltung war nicht davon auszugehen, als sollte es den Steinfurtern gelingen, den Reiterverband Münster als Gastgeber und Vorjahressieger vom Thron zu stoßen. Doch am Ende wurde die akribische Turniervorbereitung, die stimmige Nominierung des Mannschaftskaders, die ausgefuchste Festlegung der Startfolge und die individuelle Umsetzung der taktischen Vorgaben mit dem Sieg belohnt. Fehlerfrei in einer Gesamtzeit von 155,63 Sekunden ließen die Steinfurter den Altkreis Beckum sowie die Equipe des Reiterverbandes Tecklenburger Land als drittplatzierte von insgesamt sieben Mannschaften hinter sich.

Der Auftakt des Springens war perfekt. „Mir war wichtig, ein zuverlässiges Paar an den Anfang zu setzen“, begründete Schmerling seine Entscheidung, weshalb er die Borghorsterin Johanna Reckermann mit ihrem Pay Cash zum Auftakt in den Parcours schickte. Der 15-jährige Wallach nahm enge Wendungen, flog förmlich über die zehn Hindernisse und gab in einem fehlerfreien Umlauf mit 48,07 Sekunden eine Zeit vor, die von der Konkurrenz nicht zu toppen war. „Ich wollte fehlerfrei bleiben und eine schnelle Zeit vorlegen, um eine gute Grundlage zu schaffen“, sagte Reckermann. Das war ihr wahrlich gelungen.

Der Springreiterin vom RFV Steinfurt-Dumte folgte mit Charlotte Rotmann „eine nervenstarke, sichere Reiterin“, wie Schmerling die Springreiterin charakterisierte. Auch mit dieser Einschätzung lag der Reitlehrer aus Ochtrup richtig, denn mit ihrem Wallach Cooleus blieb die Burgsteinfurterin ebenfalls fehlerfrei.

Da nach dem zweiten Durchgang der Altkreis Beckum zeitlich aber besser war, verordnete Schmerling seiner dritten Starterin Carina Hoegen das Prinzip „Alles oder Nichts“. Die Ochtruperin ging mit ihrem neunjährigen Oldenburger Wallach Quality´s Son ein hohes Risiko und kam nach einem Abwurf in 50,49 Sekunden ins Ziel.

Doch auch nach diesen vier Strafpunkten hatte es der heimische Kreisreiterverband immer noch in eigener Hand, das Mannschaftsspringen zu gewinnen. Da die Steinfurter bis dahin als einzige Equipe zwei fehlerfreie Umläufe absolviert hatten, genügte ihr im letzten Umlauf ein fehlerfreier Ritt, um zu gewinnen. Schmerling: „Ich war mir zu 80 Prozent sicher, dass Claudia Brüggemann das schaffen kann. Sie und ihr Adelaide sind ein absolut starkes Paar.“ Tatsächlich ließ die Springreiterin vom RFV Nordwalde nichts mehr anbrennen und steuerte ihre zehnjährige Oldenburger Stute in 54,23 Sekunden durch den Stangenwald. Unter Streichung des schlechtesten Ergebnisses blieben drei fehlerfreie Umläufe in 155,63 Sekunden. Das reichte, der Triumph war perfekt.

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