Handball: Umfrage DHB-Team gehört zum Favoritenkreis

Greven/Saerbeck -

Die Deutschen Handballer bestreiten am Samstag ihr EM-Auftaktspiel. Die heimischen Trainer gehen davon aus, dass die Prokop-Schützlinge wieder ganz vorne mitmischen.

Bundestrainer Christian Prokop startet mit der DHB-Auswahl heute in die EM und gehört mit seinem Team zum Favoritenkreis.
Bundestrainer Christian Prokop startet mit der DHB-Auswahl heute in die EM und gehört mit seinem Team zum Favoritenkreis. Foto: Witters/TayDucLam

Wenn die deutschen Handballer bei der Europameisterschaft in Kroatien um die Titelverteidigung kämpfen, fiebern auch die Trainer der heimischen Mannschaften mit. Sie sind sich einig: Das Team um Christian Prokop gehört wieder zu den Favoriten.

Mit freudiger Erwartung blickt Martin Halfmann dem Wettbewerb entgegen und zeigt sich besonders begeistert von der Leistungsbreite des deutschen Kaders. „Das sind nur Top-Leute, die alle auf ziemlich gleichem Niveau spielen“, staunt der Trainer der Kreisliga-Männer der Handballfreunde Reckenfeld/Greven 05. „Egal, wer ein- oder ausgewechselt wird, es gibt keinen Leistungsabfall.“

Dass Prokop zuletzt Finn Lemke, Fabian Wiede und Rune Dahmke aus dem EM-Kader gestrichen hat, sieht er dabei keinesfalls kritisch. „Das war überraschend, da alle drei Leistungsträger sind“, gibt Halfmann zu. „Aber für mich ist das absolut in Ordnung. Ich finde, dass der Trainer diese Entscheidung treffen darf.“ Der HF-Coach spricht Prokop größte Anerkennung aus: „Ich finde das sehr mutig, immerhin steht er dadurch jetzt extrem unter Druck.“ Halfmann sieht Kroatien und Frankreich weit vorne. Er ist aber auch überzeugt, dass die Deutschen es mindestens bis ins Halbfinale schaffen.

„Sollte es Deutschland ins Finale schaffen, gucken wir uns das vielleicht zusammen an“, sagt Bogdan Oana, Coach der 09-Damen. „Eigentlich sind die Mädels überhaupt nicht heiß auf Profi-Handball. Sie interessieren sich mehr für das Geschehen auf unserem Niveau“, weiß der Trainer. „Aber sobald sich die Deutschen weiter qualifizieren, fiebern sie mit. Dann fangen sie an zu diskutieren und zu analysieren, da steigt die Stimmung.“ Oana selbst ist großer Fan der Handball-EM, besonders von deren Modus. „Ich finde, dass eine Mannschaft mehr für Konstanz belohnt werden sollte als dafür, eine gute Tagesform erwischt zu haben. Letzteres kann eine schöne Sensation sein, spiegelt aber nicht unbedingt die Leistung wider.“ Einen wirklichen Favoriten hat der 09-Coach übrigens nicht. Er sieht mehrere Anwärter auf den EM-Titel. „Deutschland, Frankreich, Dänemark, Kroatien, Spanien und vielleicht noch Norwegen.“

Dass die Kreisliga-Frauen des SC Falke Saerbeck sich für die Handball-EM interessieren, steht für André Buhla außer Frage. „Selbstverständlich bin ich für Deutschland“, betont er und ist zuversichtlich. „Ich schätze die Mannschaft genauso stark ein wie bei der letzten EM. Und wenn das DHB-Team im Finale steht, dann drücken der Coach und seine Schützlinge gemeinsam die Daumen. „Da machen wir ein Event draus.“

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