Tischtennis: Verbandsliga BW Greven legt irres Comeback hin

Harsewinkel/Greven -

Der Tischtennisspieler Reinhard Rothe hat schon ein paar Schlachten geschlagen in seinen 60 Jahren. So etwas wie am Samstag ist aber auch dem Grevener Altmeister noch nicht passiert.

Von Ulrich schaper
Stephan Bothe  und Rajeevan Sithamparanathan (kleines Bild) rissen ihre Mannschaftskollegen mit und brachten den zweiten DJK-Sieg in trockene Tücher.
Stephan Bothe  und Rajeevan Sithamparanathan (kleines Bild) rissen ihre Mannschaftskollegen mit und brachten den zweiten DJK-Sieg in trockene Tücher. Foto: Stefan Bamberg

Schon seit Donnerstag plagte er sich mit einem unangenehmen Taubheitsgefühl in der Hand herum – und tatsächlich, behinderte ihn dieses im Auswärtsspiel gegen die TSG Harsewinkel so sehr, dass er mit 0:3 Punkten die Heimreise antreten musste. Ungewohnt. Schmerzhaft – in doppelter Hinsicht.

„Es ist ein Gefühl, als wäre der Arm eingeschlafen, nur dass dieser Zustand nicht weg geht“, sagt Rothe . Dass der Ausflug nach Harsewinkel dennoch ein glückliches Ende für die DJK nahm, war vor allem dem Einsatz von Stephan Bothe und Rajeevan Sithamparanathan zu verdanken – die über sich hinauswuchsen. Mit 9:6 behauptete sich BW Greven und rückte vorläufig auf den fünften Tabellenplatz vor.

„Die beiden haben wirklich alles reingelegt, was sie hatten. Großes Lob und Anerkennung. Das war ein wirklich ganz, ganz wichtiger Sieg für uns.“

Nach den Siegen von Bothe/ Haddick und Radke/Sithamparanathan gingen die Grevener mit einer ungewohnten 2:1-Führung aus den Anfangsdoppeln heraus.

Nicht im Plan war die anschließende Niederlage von Spitzenspieler Max Haddick (2:3); weil auch der gehandicapte Rothe (1:3) und Radke (0:3) ihre Einzel verloren geriet der Aufsteiger schnell ins Hintertreffen. Als dann auch noch das vorgezogene Einzel von Kaltmeier verloren ging (0:3), sah es düster aus für den DJK-Tross.

Dann kam der große Auftritt von Sithamparanathan (3:0) und Bothe (3:0), die ihr Team wieder heranführten. Weil anschließend nur noch Rothe sein Einzel abgab (0:3) und der Rest des Teams punktete, brachte die DJK ihren so erhofften Sieg ins Ziel.

„Nach einem 2:5-Rückstand, und im Bewusstsein, dass ich nicht vollwertig spielen kann, hat die Mannschaft wirklich gute Nerven und Moral bewiesen“, freute sich Rothe. „Vor allem die Leistung von Stephan Bothe, der mit seinen Auftritten die Mannschaft mitriss und entscheidend für die Wende sorgte, und die unsers Edelreservisten Rajee ist nicht hoch genug zu bewerten.“

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