Handball: Kreisliga Falke siegt im Schlusssprint

Saerbeck -

Ganz schön eng wurde es am Samstagnachmittag für die Kreisliga-Handballerinnen des SC Falke. Mit 20:19 (11:5) schlugen sie den VfL Ahaus nur knapp. Aber Sieg war Sieg – und so verteidigten die Saerbeckerinnen die Tabellenführung. Trainerin Linda Steltenkamp freute sich: „Wir sind noch immer ungeschlagen und konnten die Serie unseres Gegners beenden.“

Eva Möllerherm und ihre Mannschaftskolleginnen bleiben Spitzenreiter.
Eva Möllerherm und ihre Mannschaftskolleginnen bleiben Spitzenreiter. Foto: Heidrun Riese

In der ersten Halbzeit sah es sogar ganz danach aus, als würde der Sieg über den ambitionierten Aufsteiger, der in der vergangenen Saison in der Kreisklasse keine einzige Niederlage kassiert hatte, eine ähnlich deutliche Angelegenheit werden wie die Falke-Erfolge der ersten beiden Spieltage. Mit einer 3:0-Führung (7.) legten die Saerbeckerinnen einen Start nach Maß hin. „Wir haben Ahaus gar nicht erst richtig ins Spiel kommen lassen“, kommentierte Steltenkamp die starke Abwehrleistung ihrer Schützlinge. Die ließen auch im Angriff kaum Trainerwünsche offen und zogen über 7:4 (22.) zum 11:5-Pausenstand davon. Lob gab es besonders für die Schlussphase des ersten Durchgangs. „Die Mannschaft hat gut zusammengespielt, sich klare Chancen erarbeitet und diese konsequent genutzt“, berichtete Steltenkamp. „Und Kerstin Wickenbrock hat gut gehalten.“

Nach dem Seitenwechsel wollten die Falke-Frauen diese starke Leistung fortführen und Ahaus weiter unter Druck setzen, was jedoch überhaupt nicht klappte. Als die Mannschaft aus der Klimakommune mit 11:9 (35.) nur noch knapp vorne lag (35.), nahm die Trainerin eine Auszeit. Diese zeigte jedoch keine Wirkung, denn es gab direkt noch ein Gegentor. Ganze acht Minuten dauerte es bis zum ersten Falke-Treffer nach Wiederanpfiff (12:10, 38.). „Wir mussten uns erstmal sammeln“, erklärte Steltenkamp. Zwar steigerten sich die Saerbeckerinnen nun wieder, entscheidend absetzen konnten sie sich mit 12:11 (39.) und 16:13 (46.) allerdings nicht. Dann wurde es richtig eng; Ahaus glich mit 18:18 zum ersten Mal aus (53.). Die Falke-Frauen gingen mit 19:18 zwar direkt wieder in Führung (53.), doch dann passierte erstmal nichts mehr. Steltenkamp sprach von Unsicherheit, die sowohl bei ihrer Mannschaft als auch beim Gegner aufkam. „Niemand wollte einen Fehler machen.“ Etwa eine Minute vor Schluss fiel dann doch wieder ein Tor, aus Falke-Sicht aber auf der falschen Seite. Hektik kam auf. Eva Möllerherm war es schließlich, die den Saerbeckerinnen den Tag rettete, indem sie aus dem Rückraum zum 20:19-Endstand traf.

„Das war definitiv ein Krimi“, meinte Steltenkamp nach dem Spiel. „Unser größtes Problem waren die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit, die hätten nicht sein müssen. Aber zum Glück ist es für uns noch mal gut ausgegangen.“

Falke-Frauen: Wickenbrock, Kösters - Möllerherm (5), Plogmaker (5), Nienaber (3/1), Joanning (3/2), Bringemeier (1), L. Jochmaring (1), Frerking (1), Krude (1), J. Jochmaring, Dahlmann, Borgert, Grüter.

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