Fußball: 3. Liga Die große Grimaldi-Lücke bei Preußen Münster

Münster -

Saisonspiel Nummer zehn für den SC Preußen Münster: Samstag gastieren die Adlerträger beim VfR Aalen, der in Heimspielen noch ungeschlagen ist, aber auch erst eine von vier Partien gewann. Die Adlerträger müssen den Ausfall eines treffsicheren Leistungsträgers kompensieren. Der Plan dazu steht.

Von Thomas Rellmann
Mehmet Kara (r.) feierte sein Rekordspiel (289. Einsatz) mit einem Sieg gegen Bremen II. Nun liegt die 200. Drittliga-Partie der Preußen an – und drei Punkte sollen erneut den würdigen Rahmen liefern.
Mehmet Kara (r.) feierte sein Rekordspiel (289. Einsatz) mit einem Sieg gegen Bremen II. Nun liegt die 200. Drittliga-Partie der Preußen an – und drei Punkte sollen erneut den würdigen Rahmen liefern. Foto: Jürgen Peperhowe

Schlechte Nachrichten für Preußen Münster . Die nächste Partie gegen eine Zweitvertretung liegt erst Ende Februar, beim FSV Mainz 05, an. Eben gegen die Rheinhessen gelang im August der erste Saisonsieg, jüngst gegen Werder Bremens Reserve folgte der zweite. Früher tat sich der SCP fast traditionell schwer gegen diese U-23-Teams, aktuell sind sie die einzigen klaren Punktelieferanten. Bis ins neue Jahr, diese Prognose sei erlaubt, wird es sicher nicht dauern, ehe der aktuelle Tabellen-19. den nächsten Erfolg einfährt. „Es ist eine Statistik, jedes Spiel ist neu“, sagt Trainer Horst Steffen gelassen. Die Preußen wirken gerade ohnehin fest entschlossen, am Samstag (14 Uhr) beim VfR Aalen nachzulegen und erstmals in dieser Serie eine erste Mannschaft zu schlagen.

Die größte Hypothek auf dem Weg dahin ist sicher der Ausfall von Adriano Grimaldi (Muskelfaserriss), der zuletzt nicht nur extrem treffsicher war, sondern auch im Mittelkreis und vor allem bei gegnerischen Standards seine Kopfballstärke einbrachte. Trainer Horst Steffen hat sich schon auf Tobias Rühle als Ersatzmann festgelegt. Die körperliche Präsenz des Vize-Kapitäns wird dennoch fehlen. „Wir müssen uns was einfallen lassen“, sagt der Coach, der jüngst nur Mehmet Kara und Amaury Bischoff bei Ecken und Freistößen der Bremer nicht im eigenen Strafraum eingebunden hatte. Der Franzose, der gegen Werder eigentlich schon zur Halbzeit platt war und dann doch noch etwas länger durchhielt, dürfte auch diesmal auflaufen. „Die Woche Training sollte ihm in Sachen Fitness gutgetan haben“, sagt der Coach. Personelle Änderungen schließt er aber nicht generell aus, obwohl vor einer Woche alle ihre Aufgabe gut erfüllten. Am System (4-4-2) will er jedoch festhalten. „Um nach einem 4:0 wieder etwas anderes zu spielen, müsste ich vorher eine Menge Erfolge gefeiert haben“, sagt er.

Im Zentrum droht bei etwas schlechterer Umsetzung gegen das 4-1-4-1 des VfR allerdings Unterzahl. „Die Aalener sind sehr stabil, haben ihre Formation gefunden. Da gibt es eigentlich keine Wechsel“, betont Steffen. „Die Mannschaft hat eine gute Raumaufteilung und sehr torgefährliche Jungs vorne drin.“ Mit Blick auf die Künste von Mika Ojala am ruhenden Ball hofft er, dass seine Schützlinge „nicht so viele Freistöße zulassen“. Auch wenn er weiß, dass dieses Vorhaben schwer einzuhalten ist, sobald das Spiel läuft und die ersten Zweikämpfe anliegen. „Im Optimalfall entscheiden wir uns richtig, wann das Foul nötig ist und wann man es vermeiden kann. Und dabei geht es dann auch um die Abstände in unseren Reihen“, so der 47-Jährige, der Aalens jüngste 1:2-Pleite beim FSV Frankfurt als „absolut nicht zwingend“ einstuft. „Das Spiel kann man auch gewinnen. Aber es ist eben unfassbar eng in der Liga.“

Das unterstrich in der Englischen Woche der 1. FC Magdeburg, der vor zwei Wochen noch als Krisenclub in Münster gastierte, danach aber neun Punkte holte. Ein Vorbild? „Ich weiß nicht“, sagt Steffen. „Aber drei Mal gewinnen finde ich gut.“► Sandrino Braun hat sich rechtzeitig fit gemeldet und saß am Freitag mit im Bus, genau wie Jeron Al-Hazaimeh und Lennart Stoll.►► SCP: Schulze Niehues – Tritz, Kittner, Mai, Schwarz – Tekerci, Rizzi, Bischoff, Kara – Rühle, Weißenfels 

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