Fußball: 3. Liga Jubiläumsspiel in Aalen für auswärtsschwache Preußen

Münster -

Ohne Auswärtspunkt sind die Preußen bislang nach vier Partien in der Fremde. Das insgesamt 200. Drittliga-Spiel des Vereins wäre doch ein guter Anlass, um diesen kleinen Fluch am Samstag beim VfR Aalen zu durchbrechen.

Von Thomas Rellmann
Amaury Bischoff (l.) absolvierte 134 der 200 Drittliga-Partien für den SC Preußen – und damit zehn mehr als der Gesamt-Rekordspieler des Vereins, Mehmet Kara.
Amaury Bischoff (l.) absolvierte 134 der 200 Drittliga-Partien für den SC Preußen – und damit zehn mehr als der Gesamt-Rekordspieler des Vereins, Mehmet Kara. Foto: Wilfried Hiegemann

Herzlichen Glückwunsch, Preußen Münster ! Nicht nachträglich zum so wichtigen zweiten Saisonerfolg gegen Werder Bremen II zuletzt (4:0) – nein, am Samstag (14 Uhr) beim VfR Aalen wird der Traditionsclub sein 200. Spiel in der 3. Liga bestreiten. Genau wie der 2011 mit aufgestiegene Chemnitzer FC und auch Hansa Rostock. Die SCP-Bilanz liest sich durchaus passabel: 74 Siege, 63 Unentschieden, 62 Niederlagen.

Rang 19

In den meisten der gut fünf Spielzeiten mischte der Verein temporär vorne mit – jedoch jeweils ohne das erhoffte Happy-End im anspruchsvollen Westfalen . Derzeit allerdings ist der Club so schlecht wie nie zuvor platziert. Rang 19 ist selbst nach der makellosen Vorstellung gegen Werder vor einer Woche noch eine alarmierende Platzierung. In Aalen ist das Team gezwungen nachzulegen. Die Profis selbst gelobten beinahe unisono, dass nun auf der Ostalb der nächste Erfolg her müsse. „Der allgemeine Tenor war eindeutig, da sollte noch was kommen“, sagt Trainer Horst Steffen . „Nach dem Bremen-Spiel hat man schon gemerkt, dass alle durchschnaufen konnten. Das hohe Ergebnis war ja kein Zufall, sondern wir haben auch schöne Tore gemacht“, so der Coach.

Chronische Auswärtsschwäche

Denis Mangafic (grippaler Infekt) fehlt in Aalen definitiv, bei Sandrino Braun, den am Donnerstag gesundheitliche Beschwerden plagten, ist das Mitwirken noch unsicher. Die Nachrücker-Kandidaten sind die Youngster Lennart Stoll, Tobias Warschewski und Bennet Eickhoff. Nach einer Einheit am Freitagmorgen um 9 Uhr geht es auf die Autobahn, unterwegs gibt es Mittagessen. Bislang blieben die Reisen der Preußen komplett ertraglos. 1600 Kilometer, verteilt auf vier Spiele, brachten genau null Punkte. Nun kommen noch mal 522 Kilometer drauf, weiter ist es nur nach Regensburg. Doch die langen Anfahrten will Steffen für die bisher chronische Auswärtsschwäche gar nicht erst anführen. „Das gehört im Profifußball dazu“, sagt er. „Wenn ich genau ergründen könnte, warum es bisher in der Fremde nicht geklappt hat, würde ich es ändern.“ Am Samstag gibt es die nächste Gelegenheit, den Minifluch zu beseitigen.

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