Für sie spielt die Musik unter Wasser Synchronschwimmerinnen Klara Bleyer und Nicole Davidovic wagen den Spagat zwischen Schule und Sport

Alle vier Jahre stehen sie im Rampenlicht – und jedes Mal aufs Neue sind die Zuschauer weltweit verzückt, von der beeindruckenden Show der Synchronschwimmerinnen. Was im Wasser so leicht und elegant aussieht, ist in Wahrheit echt harte Arbeit. 

Für sie spielt die Musik unter Wasser: Synchronschwimmerinnen Klara Bleyer und Nicole Davidovic wagen den Spagat zwischen Schule und Sport
Klara Bleyer und Nicole Davidovic sind zwei große Nachwuchstalente im Synchronschwimmen Foto: (c) LSB NRW | Foto: Andrea Bowinkelmann

Bis zu sechs Mal pro Wochen trainieren Klara Bleyer und Nicole Davidovic von den Freien Schwimmern Bochum 1919 e.V., um sich irgendwann einmal vielleicht den Traum von Olympia erfüllen zu können. Die beiden 13-Jährigen sind zwei der größten Talente in der Sportart in Deutschland.

Meiste passiert unter Wasser

Lächeln, auch wenn es noch so anstrengend ist: Mimik und Gestik sind ein wichtiger Teil des Trainings beim Synchronschwimmen. Denn neben der Ausführung der verschiedenen Elemente der Kür und dem Schwierigkeitsgrad, wird bei den Wettkämpfen auch der Ausdruck von den Kampfrichtern streng beobachtet und bewertet. „Das meiste beim Synchronschwimmen passiert unter Wasser“, sagt Klara.

Spagat oder Pirouetten wären auch „an Land“ schon schwierig genug – dabei dann aber noch die ganze Zeit die Luft anzuhalten, im Wasser die Balance zu halten und im Takt der Musik zu bleiben, ist die Kunst. „Eine Kür dauert etwa drei bis vier Minuten“, erklärt Nicole. „Dafür trainieren wir monatelang.“ Schließlich muss jede Bewegung perfekt sitzen.

In anderen Ländern Profis

Beim Synchronschwimmen gehen die Sportler einzeln, im Duett oder zu acht in der Gruppe an den Start. Bei Wettkämpfen tragen sie aufwendig verarbeitete Kostüme. Oft legen die Eltern dafür selbst Hand an die Nähmaschine an. Damit die Frisur auch am Ende noch sitzt, kommt Gelatine in die Haare. „Das Gefühl ist manchmal schon ein bisschen eklig, aber das ist wichtig, damit die Haare nicht ins Gesicht fallen und wir unter Wasser nichts mehr sehen“, sagt Klara.

In Deutschland ist Synchronschwimmen eine Randsportart, die von Sportlern und Trainern großen Einsatz und Enthusiasmus erfordert. In Ländern wie Russland hingegen sind die Athletinnen echte Profis, die ihren Lebensunterhalt mit ihrem Sport verdienen und bei Meisterschaften eine Medaille nach der anderen abräumen.

WestLotto-Tipper helfen bei der Talentförderung mit

Umso wichtiger ist da die Förderung zum Beispiel durch den Landessportbund NRW, der die beiden Nachwuchsstars bereits als Top-Talente des Monats auszeichnete. Auch die Tipper bei WestLotto helfen mit. Rund 40 Prozent der Spieleinsätze bei Deutschlands größtem Lotterieveranstalter gehen an das Land NRW, das daraus wiederum gesellschaftliche Träger wie den Landessportbund unterstützt.

Geld mit ihrem Sport zu verdienen steht für Klara und Nicole (noch) nicht im Fokus. Sie haben einfach Lust aufs Synchronschwimmen. „Mir gefällt es am besten, dass wir beim Synchronschwimmen super kreativ sein können und unsere Kür selbst zusammenbasteln können“, sagt Nicole. „Es ist aber gleichzeitig auch anstrengend und wir können uns gut auspowern.“

Spagat zwischen Schule und Sport

Auch wenn die Kombination von Schule und Leistungssport manchmal ganz schön schwierig ist. Hausaufgaben müssen da auch mal im Bus auf dem Weg zum Training gemacht werden. Dafür „entschädigen“ sich die Ausnahmekönnerinnen selbst mit ihren großen Erfolgen. Mit der Jugend-Nationalmannschaft reisen sie zu Wettkämpfen in ganz Europa.

Zusammen sind Klara und Nicole ein echt starkes Team: „Es ist toll, immer jemanden an seiner Seite zu haben.“ Da sind sich die beiden einig. Im Duett macht das Training ja auch gleich doppelt so viel Spaß. Und das ist ganz schön abwechslungsreich. Denn die beiden sind nicht nur ganz oft unter Wasser – sie machen auch Ballett, gehen zum Krafttraining und legen Konditionseinheiten ein. Alles für ihren großen Traum. „Wir denken von Wettkampf zu Wettkampf und wollen uns immer weiter verbessern“, sagt Klara. „Wenn es dann irgendwann für Olympia reicht und wir das tatsächlich schaffen sollten, wäre das einfach nur super toll.“

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