Borghorster entwickeln „DMX Tube Light“ Sehr speziell und einzigartig

Borghorst -

„Wir waren die einzigen, die ihm das anbieten konnten“, sagt Christopher Sheldon ganz nüchtern auf die Frage, wie einer der größten Messebauer in Nordamerika dazu kommt, die Beleuchtung für den über 1000 Quadratmeter großen Messestand des Prozessorherstellers Intel bei der CES in Las Vegas in die Hände eines Borghorster Unternehmens zu legen.

Von Bernd Schäfer
Die Lichtquellen aus Borghorst passen hervorragend zu dem futuristischen Design, das die kanadischen Messebauer für die Firma Intel, den größten Prozessorhersteller der Welt, konzipiert haben.
Die Lichtquellen aus Borghorst passen hervorragend zu dem futuristischen Design, das die kanadischen Messebauer für die Firma Intel, den größten Prozessorhersteller der Welt, konzipiert haben. Foto: Intel

Und selbst das, was Sheldon und Peter Zittrich mit ihrer Firma „American Neons“ in Wilmsberg in der ehemaligen Bleicherei Kock zusammenbauen, hört sich erst einmal „ganz banal“ an, wie Sheldon selbst sagt: Neonröhren, die an den beiden Enden nicht abdunkeln. Okay, ein bisschen mehr können sie dann doch noch: Zum Beispiel übergangslos ihre Farbe wechseln oder segmentweise ein- und ausgeschaltet werden. Und da wird‘s dann doch sehr speziell. „So etwas gibt es im Markt sonst nirgendwo, auch nicht in Asien oder Amerika.“

Möglich wird das dadurch, dass die leuchtenden Röhren, die von ihren Borghorster Entwicklern „DMX Tube Light“ getauft wurden, nur so aussehen wie klassische Neonröhren. „Der Trick ist: Innen drin sind LED‘s“, verrät Peter Zittlich. In Jahrzehnte langer Erfahrung mit dem Bau von Leuchtelementen – unter anderem stammte 20 Jahre lang jeder leuchtende Coca-Cola-Schriftzug aus der American-Neons-Werkstatt, noch heute werden alle Telekom-Shops mit magentafarbenen Lichtelementen aus Borghorst beleuchtet – haben Sheldon, Zittrich und ihr Team das Zusammenspiel von digital ansteuerbaren LED‘s und mattierten Oberflächen perfektioniert. „Die Bauteile kommen von Zulieferern aus Asien, Amerika und Italien. Aber Montage und Entwicklung finden hier statt“, zeigt Sheldon in den über 100 Jahre alten Teil der ehemaligen Bleicherei, der als Werkstatt dient.

Für den Intel-Stand bei der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas wurde zunächst im kanadischen Toronto ein Probeaufbau gemacht. „Dort wurden alle Effekte programmiert und dem Kunden vorgestellt.“ Für die Programmierung wurde eigens ein Spezialist engagiert, der sich mit dem rund zwei Quadratmeter großen Lichtmischpult auskennt. „Da brauchten wir einen echten Beleuchtungsprofi.“

Der konnte für den nächsten Auftrag gleich in Amerika bleiben: momentan programmiert er die Beleuchtung der Ladenbaumesse NRF-Show in New York, die am kommenden Sonntag startet. Und ebenfalls mit Leuchtmitteln aus Borghorst erhellt wird.

Was danach – neben ihrem Alltagsgeschäft, zum Beispiel Leuchten für den Frankfurter Flughafen – kommt, wissen die beiden Unternehmer, der mit ihrer Firma vor vier Jahren von Münster nach Wilmsberg gezogen sind, noch nicht genau.

„Damit besetzen wir sozusagen eine Nische in der Nische“, sagt Sheldon über die bei der CES eingesetzten Röhren. Eins wissen sie aber sehr wohl: „Fernsehstudios sind ganz wild darauf.“

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