Bewerbungsfrist endet am Sonntag Für den Jugendbeirat fehlen noch 15 Kandidaten

Steinfurt -

Ute Kriens und Klaus Priggen müssen sich so langsam Gedanken um einen Plan B machen. Am Sonntag endet die Bewerbungsfrist für den Jugendbeirat – und bislang will sich nur ein Jugendlicher zur Wahl stellen. Benötigt werden aber wenigstens 16, acht für Borghorst, acht für Burgsteinfurt. Die Idee des Beirats: Ähnlich wie der für Senioren oder Behinderte soll er die Interessen der Jugendlichen gegenüber Politik und Verwaltung vertreten.

Eine Gruppe von Jugendlichen hatte mit Hilfe aus dem Rathaus die Vorbereitungen zur Jugendbeiratswahl übernommen.
Eine Gruppe von Jugendlichen hatte mit Hilfe aus dem Rathaus die Vorbereitungen zur Jugendbeiratswahl übernommen. Foto: Axel Roll

„Das geringe Interesse macht mich schon ein bisschen traurig“, sagt Ute Kriens , die zusammen mit Stadtjugendpfleger Klaus Priggen das Projekt seit Monaten begleitet. Aber ein bisschen Hoffnung hat sie noch: „Vielleicht kommen auf den letzten Drücker ja noch genügend Bewerbungen rein.“

Sollten die aber ausbleiben, wollen Kriens und Priggen die Idee des Jugendparlaments nicht gänzlich fallen lassen. Denkbar wäre zum Beispiel, dass die Kandidaten ohne eine Wahl den Beirat bilden. Das macht aber nur Sinn, wenn sich die Zahl der Bewerber deutlich der 16er-Marke nähert. Ute Kriens: „Wenn nur unwesentlich mehr Bewerber als Plätze im Beirat zusammenkommen, lohnt sich der logistische Aufwand für eine Wahl ja überhaupt nicht.“

In den vergangenen Wochen wurden alle 3767 wahlberechtigten Jugendlichen zwischen zwölf und 21 Jahren angeschrieben und aufgefordert, sich für den Beirat zur Verfügung zu stellen. Für die potenziellen Kandidaten hat es in den vergangenen Wochen einige Workshops gegeben, um sich auf den Wahlkampf vorzubereiten. „Die Resonanz war teilweise sehr gut“, erzählt Klaus Priggen. Bei einigen Kursen seien bis zu zehn Teilnehmer dabei gewesen.

Die Idee des Jugendbeirats war von den Fraktionen der GAL und der FDP angeschoben und von Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer ausdrücklich unterstützt worden. Eine Gruppe von interessierten Jugendlichen hatte dann mit Unterstützung der Erwachsenen die Wahlvorbereitungen übernommen. Der Beirat sollte in den für Jugendliche relevanten Ausschüssen vertreten sein.

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