Flüchtlingssituation in Steinfurt Viele Unwägbarkeiten

Steinfurt -

Der Zement der Treppenfundamente ist noch feucht – und darum wird es noch ein Zeitchen dauern, bis in den umgebauten Schützenhof an der Arnold-Kock-Straße Kriegsflüchtlinge einziehen können. Wie Detlef Bogs als Fachdienstleiter Zentrale Gebäudewirtschaft erläuterte, gibt es mit der Fluchttreppe, die von außen an das Gebäude angeflanscht wird, noch „technische Probleme“. Sind die gelöst, sollen bis zu 50 Kriegsflüchtlinge in der ehemaligen Gaststätte unterkommen.

Von Axel Roll
Der Schützenhof an der Arnold-Kock-Straße soll bis zu 50 Asylsuchende aufnehmen. Die Fluchttreppe (kleines Foto) ist allerdings noch nicht fertig.
Der Schützenhof an der Arnold-Kock-Straße soll bis zu 50 Asylsuchende aufnehmen. Die Fluchttreppe (kleines Foto) ist allerdings noch nicht fertig. Foto: Axel Roll

Steht die Immobilie der Stadt zur Verfügung, steigen die Chancen, dass die Nikomedes-Turnhalle, die zur Zeit noch als Unterbringungspuffer genutzt wird, wieder für den Sport freigegeben werden kann. „In zwei Wochen werden wir darüber entscheiden können“, sagte Maria Lindemann , Erste Beigeordnete der Stadt, auf Anfrage.

Sie hofft, auch in absehbarer Zeit von der Bezirksregierung Klarheit darüber zu bekommen, wie lange noch die Notunterkunft im Gewerbegebiet Sonnenschein geöffnet bleibt. Bislang sei die Verwaltung davon ausgegangen, dass die Einrichtung des Landes ein Jahr erhalten bleibt. Inzwischen hat sich das Jahresende als Aufgabetermin herauskristallisiert. Aber auch zu diesem Thema laufen noch Gespräche, wie Maria Lindemann erläuterte.

Nach wie vor bekommt die Stadt wegen der Notunterkunft keine Flüchtlinge zugewiesen. Allerdings konnten in den vergangenen Wochen in zwei Fällen Familienmitglieder aus den Herkunftsländern nach Steinfurt kommen. Außerdem sind inzwischen einige Flüchtlinge offiziell anerkannt. Maria Lindemann: „Sie werden damit auf Dauer bei uns bleiben.“

Generell ist es im Augenblick unmöglich, sichere Prognosen über zukünftige Aufnahmezahlen zu machen, verdeutlichte Lindemann. Darum sei es angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt unabdingbar, dass die Stadt entsprechende Reserven vorhalte.

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