Luise und Herbert Claaßen feiern eiserne Hochzeit Als bei Nünningsmühle noch gebadet wurde

Borghorst -

Beim gemeinsamen Gesang, im Chor der evangelischen Gemeinde an der Fürstenstraße, haben sich Luise und Herbert Claaßen kennen gelernt und das Jawort gegeben. Wenn das Paar jetzt zur eisernen Hochzeit in der Auferstehungskirche mit der Familie, zu der drei Kinder und vier Enkel gehören, den Dankgottesdienst feiert, gibt es Grund genug, für den gelungenen gemeinsamen Lebensweg Lob- und Danklieder anzustimmen.

Von Karl Kamer
Zur Eisernen Hochzeit von Luise und Herbert Claaßen waren zahlreiche Gratulanten gekommen. Natürlich die Familie, aber auch Vertreter von Kreis, Stadt und Heimatverein.
Zur Eisernen Hochzeit von Luise und Herbert Claaßen waren zahlreiche Gratulanten gekommen. Natürlich die Familie, aber auch Vertreter von Kreis, Stadt und Heimatverein. Foto: Karl Kamer

Der gebürtige Danziger Herbert Claaßen war 1945 nach der Kriegsgefangenschaft in Borghorst gelandet. Erst 1947 konnte der junge Mann zum ersten mal schwarz über die Grenze und seine Eltern besuchen, die dort ein neues Zuhause gefunden hatten.

Nach der Hochzeit zog das junge Paar in das Elternhaus der Braut in der Winkelstraße. Dort hatte man bereits Menschen aus Kiel aufgenommen, deren Häuser ausgebombt waren. Nachdem die drei Söhne geboren waren, teilte sich die Familie die Wohnung, in der die beiden Senioren jetzt alleine wohnen, mit 13 Personen.

Bei seiner dreizehnjährigen Tätigkeit als Verwaltungsleiter der VHS hatte Claaßen viele Studienreisen nach Ostpreußen und Danzig sowie Studienreisen nach Polen organisiert und begleitet. „Das waren ja Heimspiele“, freut er sich über diese schönen Erlebnisse. Bekannt geworden bei den Borghorstern ist der Pensionär durch seine zwölfjährige Tätigkeit als Schwimmmeister in der Badeanstalt Nünningsmühle und Mitbegründer des Schwimmvereins Olympia. Beim Besuch zum Hochzeitstag ging das Gespräch auch über das große Hochwasser in Nünningsmühle, als die Vertretung des Müllers in Burgsteinfurt vergessen hatte, nach einem starken Gewitter die Stauwand in der Aa zu öffnen und dadurch die Badeanstalt unter Wasser stand.

„Eiserne Hochzeit ist etwas besonderes“, meinte die dritte stellvertretende Landrätin Giesela Kösters als sie ein schweres Paket mit Spezialitäten aus dem Kreis Steinfurt überreichte. Der stellvertretenden Bürgermeisters Klaus gratulierte im Namen der Stadt mit einem schönen Blumenstrauß und der obligatorischen Flasche Bürgermeistersekt.

Burchard Hille war als Vertreter des Heimatvereins gekommen. „Die letzten fünf Jahre nach der diamantenen Hochzeit sind besonders schnell vergangen“, meinte der Jubilar und die Jubelbraut freute sich schon auf die nächsten Feste. „Im nächsten Jahr werden wir beide 90“.

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