Ausstellung im Huck-Beifang-Haus Ungewöhnliche Symbiose

BurgSteinfurt -

Erika Leusbrock arbeitete beruflich als Bilanzbuchhalterin, Peter Leyendecker war viele Jahre bei der Bundeswehr tätig. Da überrascht es schon, dass die beiden Borghorster zur Kunst fanden. Der eine früher, die andere später. Und nicht nur das: Die beiden inzwischen Ruheständler stellen jetzt sogar erstmals gemeinsam aus: „Malerei trifft Fotografie“ heißt der Titel der Präsentation, die am kommenden Sonntag (16. Oktober) im Huck-Beifang-Haus eröffnet wird.

Von Ralph Schippers
Stellen erstmals gemeinsam aus: Die beiden aus Borghorst stammenden Künstler Erika Leusbrock und Peter Leyendecker fiebern der Vernissage im Haus des Kunstvereins Steinfurt entgegen.
Stellen erstmals gemeinsam aus: Die beiden aus Borghorst stammenden Künstler Erika Leusbrock und Peter Leyendecker fiebern der Vernissage im Haus des Kunstvereins Steinfurt entgegen. Foto: Schippers

Erika Leusbrock bezeichnet sich selbst als Quereinsteigerin. Erst mit Ende 50 entdeckte die 61-Jährige ihre künstlerische Ader – und hat sich seitdem zu einem wahren Multitalent entwickelt. „Ich experimentiere gerne und lasse mich auf keinen Stil festlegen“, betont die gebürtig aus Bottrop stammende Künstlerin. Gerne lässt sie sich von Reiseerlebnissen inspirieren, nimmt sogar Naturmaterialien wie Holz oder Lavagestein mit, um daraus eigene Farbtöne zu generieren und sie in ihre Werke einzubauen. Von Wachstechnik bis hin zu Acrylmalerei, von abstrakten bis zu gegenständlichen Motiven – das künstlerische Repertoire der Borghorsterin ist breit gefächert.

Seit einem Jahr ist sie Mitglied im Kunstverein. Dort blieb ihre Begabung nicht lange verborgen. Schon bald folgte die Anfrage, ob sie denn ihre Werke nicht einmal in einer Ausstellung zeigen wolle. Eine Idee, der gegenüber sie sich aufgeschlossen zeigte, indes einen Partner mit ins Boot holen wollte. Der war schnell in Person ihres Nachbarn Peter Leyendecker gefunden.

Und der hat es in sich: Hat der 65-jährige mit seinen Fotografien künstlerisch doch schon zahlreiche Meriten gesammelt. Einige seiner Werke sind gar bereits international ausgezeichnet worden. Aber auch Leyendecker feiert, was Steinfurt betrifft, mit der Ausstellung eine Premiere. Das Steckenpferd des gelernten Fotografen („Ich bin deswegen aber noch lange kein Profi“) ist das Einfangen verschiedenster Motive vom „schönen Mädchen bis hin zum besonderen Gebäude“, denen er anschließend mit einem Bildbearbeitungsprogramm zusätzlich Ausdruck verleiht. Seine im Huck-Beifang-Haus zu sehenden Aufnahmen stammen meist von Auslandsreisen. Kuba, Lofoten, Namibia, China – das sind nur einige der Ziele, an denen er seiner fotografischen Leidenschaft folgte.

Als Highlight zeigen die beiden Künstler auch drei Exponate, die eine Gemeinschaftsproduktion darstellen: Peter Leyendecker hat fotografiert, Erika Leusbrock malerisch verfeinert. Eine Symbiose , die man nicht jeden Tag zu Gesicht bekommt. Und, so darf man schon mal verraten, ein künstlerischer Paarlauf, der überaus gelungen ist.

Beide zeigen sich dankbar dafür, dass der Kunstverein ihnen die Räumlichkeiten im Huck-Beifang-Haus für die Ausstellung zur Verfügung stellt. Bis zur Eröffnung am Sonntag heißt es jetzt Engagement beim Aufbau zeigen. Zumindest virtuell war die Präsentation gestern schon fertiggestellt – Photo­shop macht‘s auch in diesem Fall möglich.

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Die Vernissage im Huck-Beifang-Haus, Hahnenstraße 8, ist am (Sonntag) 16. Oktober um 11 Uhr. Musikalisch begleitet wird sie von der Band Volks, die irische und schottische Volksmusik zu Gehör bringt.

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