„WertArbeit“ leistet wichtige Arbeit AWO kämpft für Fortbestand

KREIS STEINFURT -

Der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) plädiert für den Fortbestand der WertArbeit. Der Kreis will das kreiseigene gemeinnützige Sozialunternehmen aus Kostengründen auflösen. Das wäre aus Sicht der AWO fatal.

Von Peter Sauer

Mit einer Resolution an Landrat Dr. Klaus Effing macht sich der AWO-Kreisverband für den Erhalt der kreiseigenen gemeinnützigen Gesellschaft WertArbeit stark. Der Kreisausschuss hatte sich am 27. September mehrheitlich für die Liquidation der WertArbeit ausgesprochen (wir berichteten).

Die AWO erinnert daran, dass das Sozialunternehmen in der Betreuung von langzeitarbeitslosen Menschen mit Handicap eine Betreuungslücke geschlossen habe, zwischen Menschen die dauerhaft in Einrichtungen für behinderte Menschen betreut werden und langzeitarbeitslosen Menschen, die durchaus eine Chance auf dem Arbeitsmarkt hätten – durch entsprechende Betreuung und Begleitung. Laut AWO habe die WertArbeit „dringend notwendige öffentliche Beschäftigung geschaffen“.

Mit der Bewirtschaftung des Cafés im DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst habe die WertArbeit zudem „einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Vielfalt im Kreis“ ermöglicht. Ernst Goldbeck, stellvertretender Vorsitzender AWO Kreisverband , erinnert im Gespräch mit dieser Zeitung daran, dass die Zusammenarbeit mit der WertArbeit „wunderbar klappt“: „Es haben sich gute persönliche Kontakte zwischen Vorstand und WertArbeit herausgebildet.“ Es würden Beschäftigungsprojekte stattfinden, „die nur in dieser Organisationsform möglich sind“. Durch die Zusammenarbeit mit der WertArbeit“ würden ehrenamtliche Projekte, vor allem bei der Seniorenbetreuung, erst möglich.

Die AWO fordert den Landrat auf, die Liquidation der WertArbeit gGmbH am 7. November im Kreistag noch einmal zu überdenken. „WertArbeit muss einfach weiter existieren“, fordert Goldbeck. Denn ohne das Sozialunternehmen könnte die AWO bedeutende Felder der ehrenamtlichen Arbeit nicht fortführen.

Deshalb empfiehlt die AWO die Reorganisation der WertArbeit in den Jobcenter und eine Konzentration auf das Förderprogramm „Öffentlich geförderte Beschäftigung/Sozialer Arbeitsmarkt“. Dies würde ein Überleben der WertArbeit sichern. Die AWO erinnert daran, dass man die WertArbeit nicht nur betriebswirtschaftlich bewerten könne. „Natürlich entstehen Kosten“, sagt Goldbeck. Er gibt aber zu bedenken, dass eine Übertragung von Aufgaben auf „freie Träger“ auch mit Kosten verbunden sei.

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4362420?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686838%2F