Jahreshauptversammlung: Karneval und neuer Festplatz die Hauptthemen Prinzen wandern aus

Borghorst -

Die Prinzen feiern in der nächsten Session ihr Karnevalsfest gemeinsam mit den Wilmsberger Schützen auf dem Neuen Markt in einem großen Festzelt der Vereinigten Schützen Borghorst. Schützenfeste wollen „De Schütten tho Borchorst” demnächst auf dem jetzigen Hundeplatz zwischen der Straße „Auf dem Windhorst“ und der B 54 feiern.

Von Karl Kamer
Der neue Vorstand der „Schütten tho Borchorst“: Mit der Herrichtung des neuen Schützenplatzes haben die Verantwortlichen eine Mammut-Aufgabe zu lösen.
Der neue Vorstand der „Schütten tho Borchorst“: Mit der Herrichtung des neuen Schützenplatzes haben die Verantwortlichen eine Mammut-Aufgabe zu lösen. Foto: ka

„Wir haben den besten Platz in ganz Steinfurt gefunden“, verkündete der Vorsitzende der Prinzen, Kai Laukemper , den 102 Frauen und Männern, die am Freitagabend zur Jahreshauptversammlung der 635 Mitglieder starken Gesellschaft ins Vereinslokal Hotel Lindenhof gekommen waren.

Mit der Übernahme einer 30 mal 110 Meter großen Wiese, komplett drainiert, durch eine Hecke eingezäunt, mit dem Haus des Hundevereins, allen Ver- und Entsorgungsleitungen sowie dem gesamten Inventar und genügend Parkplätzen wollen sich die Prinzen am Stadtrand einen vereinseigenen Treffpunkt schaffen, in dem auch der Spielmannszug proben, der Vorstand tagen und Versammlungen mit bis zu 75 Personen stattfinden können.

Die Fläche, auf der das Festzelt, 95 Meter entfernt vom nächsten Nachbarn, aufgestellt werden soll, wird für 30 Jahre vom Landwirt Josef Große Kleimann gepachtet. „Wir sind kein Bauerschaftsverein und wollen uns auch weiterhin in der Innenstadt präsentieren“, antworte der Vorsitzende in der Diskussion auf die Frage, ob der Festplatz nicht zu weit entfernt errichtet wird.

Mit dem Weggang vom Vereinslokal zum Jubelfest 2015 hätten Vertreter der Stadt Steinfurt signalisiert, dass man für die Zukunft dringend über einen neuen Platz für das Festzelt nachdenken sollte. Die Lage, mitten in der Wohnbebauung, die Enge vor Ort sowie sicherheitstechnische Aspekte und Beschwerden der Anlieger während der Feste seien für den Weggang ausschlaggebend gewesen. Seit den schlimmen Vorkommnissen bei der Loveparade in Duisburg, hätten sich dazu die Auflagen verschärft, erklärte Laukemper.

Der Vorsitzende sprach von einer intensiven Vorbereitungszeit mit vielen Sitzungen und Begehungen. Von den 23 möglichen Plätzen, die man mit der Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer geprüft habe, seien vier übrig geblieben, von denen aber drei nicht finanzierbar gewesen wären.

Seinen Dank richtete Laukemper an Bernd Frieler für das große Engagement um den neuen Schützenplatz. Jetzt steht der Verein bis zum übernächsten Schützenfest vor einer Herkulesaufgabe. Um den Festplatz würdig zu gestalten, ist ab dem 1. Januar 2017 die Arbeitskraft vieler freiwilliger Helfer erforderlich.

Der Zweite Vorsitzende Carsten Blanke stellte dazu symbolische Bausteine vor, mit der jeder das Projekt ab 50 Euro unterstützen kann. Die Namen aller Spender sollen am neuen Schützenplatz auf hochwertigem Metall verewigt werden. Finanziert wird der neue Schützenplatz zunächst durch ein zinsfreies Darlehen eines privaten Geldgebers mit von den Prinzen gewünschten Tilgungsmöglichkeiten. Trotzdem will der Vorstand die Finanzierung durch die Hausbank prüfen lassen.

Ganz zügig gingen bei der Versammlung die Regularien über die Bühne. Etwas traurig war die Verabschiedung zweier Prinzen-Urgesteine aus dem Vorstand. Er war es, der die „jungen Wilden gerne mal auf den Boden der Tatsachen geholt hat”, lobte Laukemper das Engagement von Josef Kamer. „In Sachen Dekoration war niemand so auf Zack. Er hat gebastelt, gemalt, geklebt und unsere Lokalitäten in Karnevals- und Weihnachtsparadiese verwandelt”, sagte er zu Rainer Allmenröder.

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