Heinrich von Brockhausen leitete 33 Jahre lang Forstbetrieb der Fürstenfamilie Herr der fürstlichen Wälder im Ruhestand

BurgSteinfurt -

Der Bad Bentheimer wurde von Christian Fürst zu Bentheim und Steinfurt, Carl Ferdinand Erbprinz zu Bentheim und Steinfurt und Dr. Dirk Niedermeyer verabschiedet.

Von Linda Braunschweig
Heinrich von Brockhausen
Heinrich von Brockhausen

Mehr als drei Jahrzehnte lang kümmerte er sich um die Pflege und Bewirtschaftung der fürstlichen Wälder, jetzt ist Forstamtsleiter Heinrich von Brockhausen in den Ruhestand gegangen.

Die fürstlichen Wälder, die mehrere Tausend Hektar nicht nur in Steinfurt und Bentheim, sondern auch in anderen Teilen Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens sowie in Baden-Württemberg umfassen, kennt von Brockhausen bereits seit seiner Kindheit. Schon sein Vater leitete den Forstbetrieb der Fürstenfamilie .

Als Forstamtsleiter war es die Aufgabe von Brockhausens, die Wälder zu bewirtschaften – und dabei auf die Nachhaltigkeit zu achten. „Wir entnehmen nie mehr Bäume als wir nachpflanzen“, sagt der 65-Jährige. Jährlich verkauft der Forstbetrieb rund 20 000 Festmeter Holz – das sind etwa 45 000 Bäume. „Wir verjüngen und pflanzen etwa das Dreifache“, sagt von Brockhausen, zu dessen Team Förster und Forstwirte gehören. 1000 Hektar der fürstlichen Wälder sind als Flora-Fauna-Habitat-Gebiete mit europäischem Naturschutzstatus versehen.

Auch wenn er eigentlich einen „Schreibtischjob“ hatte, führten von Brockhausens Wege regelmäßig in den Wald. Denn um Holz verkaufen zu können, müsse man es gesehen haben, sagt der gelernte Diplom-Forstwirt, der vor seiner Tätigkeit für die Fürstenfamilie im höheren Forstdienst des Landes Niedersachsen tätig war. Um sich ein Bild von den Wäldern zu machen, war von Brockhausen jährlich bis zu 55 000 Kilometer mit dem Auto unterwegs. Sein Schreibtisch stand jedoch in Burgsteinfurt und so führten die Wege nicht selten ins Bagno, das laut von Brockhausen der Wald mit dem besten Boden für Edellaubholz wie Eiche und Buche ist.

Für die Zusammenarbeit mit der fürstlichen Familie findet der Neu-Ruheständler nur lobende Worte: Es sei „eine unvergleichbare Form der menschlichen Begegnung“ gewesen. Dabei teilte er mit Christian Fürst zu Bentheim und Steinfurt die Berufsausbildung. „Da gab es immer wieder eine stille Übereinkunft in fachlichen Dingen.“ Auch künftig werden die fürstlichen Wälder von Brockhausen nicht loslassen, schließlich wohnt er in Bad Bentheim direkt am Waldrand und geht dort auch zur Jagd.

Brockhausen habe den Forstbetrieb „mit großem Einsatz geleitet und gestaltet“, teilt die Domänenkammer mit. Sein Nachfolger ist Henning Buss.

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