Leitstelle Rheine zieht um „Haus der Gefahrenabwehr“ kommt

Kreis Steinfurt -

Die Kreis-Leitstelle muss ihren jetzigen Standort Rheine 2020 verlassen. Der Kreis plant jetzt ein „Haus der Gefahrenabwehr“, das Leitstelle und Teile des Ordnungsamtes vereint, in unmittelbarer Nachbarschaft des Steinfurter Kreishauses.

Von Achim Giersberg
Mögliche Standorte sind die Tecklenburger Straße in Steinfurt oder die Wiese zwischen WESt und Gesundheitsamt
Mögliche Standorte sind die Tecklenburger Straße in Steinfurt oder die Wiese zwischen WESt und Gesundheitsamt Foto: Achim Giersberg

Die Pläne der Kreisverwaltung, die Kreisleitstelle von Rheine nach Steinfurt zu verlagern, werden konkret. Wie Landrat Dr. Klaus Effing gestern unserer Zeitung bestätigte, gibt es es zwei mögliche Standorte für ein „Haus der Gefahrenabwehr “, das neben der Kreisleitstelle auch einen Teil des Ordnungsamtes beherbergen soll.

Die Standorte

Standort Eins ist die Tecklenburger Straße vor dem (stadtauswärts gesehen) Gesundheitszentrum, wo der Kreis bereits Grundstücke besitzt. Standort Zwei wäre die Wiese zwischen dem Gesundheitsamt und der Villa der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises. Beide Standorte befinden sich in unmittelbarer Nähe der Kreisverwaltung.

Im Katastrophenfall kurze Wege und eine direkte Kommunikation mit der Leitstelle

Letzteres, so Effing, sei wichtig, um im Katastrophenfall kurze Wege und eine direkte Kommunikation mit der Leitstelle zu haben. Unter Umständen könne in dem neuen Gebäudekomplex auch ein Teil des Jobcenters untergebracht werden, aber das sei noch nicht entschieden.

Entscheidung fällt 2017

Eine Grundsatzentscheidung für den Neubau müsse im Lauf des kommenden Jahres fallen, meinte Effing. Bis dahin soll auch klar sein, ob die Leitstelle gemeinsam mit dem Kreis Coesfeld betrieben wird. Beide Leitstellen müssen künftig „redundant“ sein, das heißt, auch beim Totalausfall einer Leitstelle müssen deren Aufgaben von der jeweils anderen Leitstelle übernommen werden können.

Investitionsvolumen von bis zu zwei Millionen Euro

Die Leitstelle in Rheine (sie muss 2020 ihren Standort in Rheine aufgeben) hat derzeit 25 Disponenten, die im Schichtbetrieb arbeiten; seitens des Ordnungsamtes würden rund 15 Arbeitsplätze in das „Haus der Gefahrenabwehr“ verlagert. Grob geschätzt rechnet Effing mit einem Investitionsvolumen von bis zu zwei Millionen Euro, ohne die teure Leitstellentechnik. 65 Prozent der Kosten für Technik und Gebäude werden aber von den Krankenkassen übernommen.

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