Anlieger müssen Gehwege vom Laub befreien „Kehrseite“ des Herbstes

Steinfurt -

In Steinfurt sind die Anlieger für die Reinigung des Gehweges vor ihrem Grundstück verantwortlich. „Das heißt, dass sie das Laub zügig, mindestens jedoch einmal wöchentlich wegzufegen haben“, teilt die Verwaltung mit. Das sei erforderlich, damit niemand auf nassem Laub ausrutscht oder Unebenheiten unter dem Laub nicht erkennt und dann stolpert.

Derjenige, bei dem das Laub landet, muss es auch entsorgen, ganz gleich, ob es von eigenen oder städtischen Bäumen fällt.
Derjenige, bei dem das Laub landet, muss es auch entsorgen, ganz gleich, ob es von eigenen oder städtischen Bäumen fällt.

Der Herbst ist da und mit ihm auch die vielen bunten Blätter. Was Spaziergänger freut, bringt für Grundstücksbesitzer eine Menge Arbeit mit sich. Quasi die „Kehrseite“ der Medaille, wie es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung heißt.

Auf diese „Kehrseite“ möchte die Stadt noch einmal besonders hinweisen. Denn: Entstandene Schadenersatzansprüche können gegenüber dem Grundstückseigentümer geltend gemacht werden, so die Verwaltung.

Wolfgang Spille , Leiter des Fachdienstes Tiefbau, erklärt, dass zur Reinigungspflicht auch immer die Entsorgung des Kehrichts gehört. Deshalb muss zusammengekehrtes Laub vom Gehweg auch selbst entsorgt werden. Das Laub einfach auf die Straße zu fegen, damit es von der Kehrmaschine mitgenommen wird, ist ausdrücklich nicht erlaubt. Dabei ist es auch unerheblich, ob das Laub von eigenen Bäumen, Nachbarbäumen oder städtischen Bäumen stammt – derjenige, bei dem das Laub landet, muss es entsorgen.

„In den vergangenen Jahren haben wir festgestellt, dass das Kehrichtaufkommen im Herbst stetig gestiegen ist“, sagt Spille. Das liege daran, dass immer öfter Laub von den Gehwegen und sogar aus den Gärten mit auf die Straße gefegt oder mit den immer weiter verbreiteten Laubbläsern darauf gepustet werde. Das wiederum stellt die Straßenreinigung vor besonders große Probleme. Da vor allem die Rinnen teilweise mit Laub gefüllt sind, muss die Kehrmaschine in der Herbstzeit übermäßig oft geleert werden. Durch den Zeitverlust werde es fast unmöglich, die ganze Stadt ordentlich zu reinigen, so Spille. Außerdem behindert zu viel Laub in der Rinne den Wasserfluss. Im schlimmsten Fall könnten sogar die Gullys verstopfen.

Auch wenn die Biotonne und der Kompost voll sind, dürfe Laub nicht einfach in den Wald gekippt werden. Dann bleibe nur der Weg zum Wertstoffhof oder zum Kompostwerk Altenberge , so die Verwaltung. Eine andere Alternative sei, das Laub unter Hecken und auf Blumenrabatten im Garten als Frostschutz zu verwenden. „Ein schöner Nebeneffekt ist hierbei, dass die Blätter mit der Zeit verrotten und so wieder wertvolle Nährstoffe in den Boden einbringen“, heißt es in dem Presstext. Das spare so manchen Dünger. Außerdem könne ein großer Laubhaufen mit Ästen und Reisig versehen in einer ruhigen und windstillen Ecke des Gartens ein ideales Winterquartier für Igel und andere Kleintiere sein. So wäre gleich Zweien geholfen, so die Stadt.

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