Konzert mit Duo Contraviento setzt Schlusspunkt unter die Faire Woche Lieder, Wein und Leckereien

Steinfurt -

Finale für die Faire Woche: Am Freitagabend erlebte das Publikum im Nepomuk-Forum einen Abend mit Musik, Leckereien und Weinen aus Chile. Die Zutaten stammten natürlich aus fairem Anbau.

Abschluss im Nepomuk-Forum: Das Duo Contraviento mit Isabel Lipthay und Martin Firgau thematisierte in seinen Liedern auch das Nord-Süd-Gefälle in der Welt.
Abschluss im Nepomuk-Forum: Das Duo Contraviento mit Isabel Lipthay und Martin Firgau thematisierte in seinen Liedern auch das Nord-Süd-Gefälle in der Welt. Foto: nix

Das chilenisch-deutsche „Duo Contraviento “, Isabel Lipthay und Martin Firgau , sang unter der Überschrift „Ein fairer Blick auf Augenhöhe“ Politisches, Lyrisches und Poetisches. „Vielen Dank dass ihr hier seid, es ist schön, hier eine so aktive ökumenische Eine-Welt-Gruppe zu sehen“, betonte Lipthay. Ihre außerordentlich gute Singstimme begeisterte das Publikum. Die lateinamerikanischen Texte drehten sich unter anderem um Liebe, das Nord-Süd-Gefälle in der Welt oder auch um den chilenischen Freiheitskämpfer Víctor Jara . Der Sänger, Musiker und Theaterregisseur wurde während der Pinochet-Diktatur im September 1973 von putschenden Militärs mit 44 Schüssen ermordet. Seine politisch motivierten Lieder lebten im Herzen des Volkes weiter. Auch ein Song aus Uruguay über das Thema Agrarreform war dabei. Es heißt darin: „Wann kommt die Zeit, in der die Menschen, die gesät haben, auch selbst ernten können?“

Elke Schmitz, Lisa Althoff und Teresa Weiermann boten als Team vom Kinder- und Jugendkulturverein „Dampfross“ faire „Espumas“ an, schäumende Genüsse mit Kaffee, Schoko und Frucht. Dazu gab’s roten, weißen und Rosé-Wein aus Chile .

„Ich denke, wir haben zahlreiche Menschen mit dieser Fairen Woche erreicht“, sagte Ulrike Wanink von der Ökumenischen Eine-Welt-Gruppe Burgsteinfurt, die gemeinsam mit der Lenkungsgruppe der Stadt Steinfurt und SMarT als Veranstalter auftrat. „Fairer Handel wirkt“, lautete der Leitgedanke.

Zu den Höhepunkten zählte eine Info-Veranstaltung, bei der es unter anderem um das Thema „Fairer Handel im Wandel“ ging. Mittlerweile ist die Thematik über ihre Nische in den „Eine-Welt-Läden“ hinausgewachsen. Es gibt nun auch in Supermärkten Produkte aus fairem Handel. Somit ist das Anliegen für die breite Öffentlichkeit ein Begriff: Die Arbeit vieler Kleinbauernfamilien soll angemessen bezahlt werden, ausbeuterische Kinderarbeit darf kein Thema mehr sein, Arbeitsbedingungen sollen stimmen und auch die Umwelt darf nicht leiden.

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