Feierstunde im Nepomuk-Forum ist Höhepunkt der Caritas-Feierlichkeiten 50 Jahre Dienst am Menschen

Steinfurt -

Seine Würdigung für fünf Jahrzehnte Dienst am Menschen erfuhr der Caritasverband Steinfurt anlässlich seines Jubiläums am Freitag. Am 20. September 1966 wurde der Verband im Burgsteinfurter Ludwigshaus aus der Taufe gehoben.

Von Rainer Nix
50 Jahre Caritas: Die Percussion-Gruppe „Heckmeck“ der St. Elisabeth-Schule gestaltete den Übergang vom Gottesdienst zum Festakt. Staatssekretär Karl-Josef Laumann (kl. Foto) zählte zu den Festrednern.
50 Jahre Caritas: Die Percussion-Gruppe „Heckmeck“ der St. Elisabeth-Schule gestaltete den Übergang vom Gottesdienst zum Festakt. Staatssekretär Karl-Josef Laumann (kl. Foto) zählte zu den Festrednern. Foto: nix

Das Jahr 2016 stand unter dem Leitgedanken „Vielfalt feiern“. Nach mehreren Veranstaltungen im Laufe des Jahres bildete der Festakt im Nepomuk-Forum den Höhepunkt.

„Die Außenfassade von St. Johannes Nepomuk ist zurzeit eine Baustelle“, so Pfarrdechant Johannes Büll . Dies sei auch ein gutes Bild für die Caritas , die sich mit zahlreichen „Baustellen des Lebens“ befasse. Jeder Mensch habe schließlich sein ganz persönliches Schicksal. Baustellenschilder seien unter anderem „Generationengerechtigkeit“, „Integration“ und „Inklusion“.

Als Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche ist die Caritas in Steinfurt mit ihren beiden Gesellschaften „Domus Caritas gGmbH“, Altenhilfe, und „Tectum Caritas gGmbH“, Behindertenhilfe in den Kommunen Altenberge, Horstmar, Laer, Metelen, Nordwalde Ochtrup und Steinfurt mit verschiedenen Einrichtungen vertreten.

Nach dem Festgottesdienst mit Weihbischof Dr. Christoph Hegge folgte ein umfangreiches Programm, das sich mit wichtigen sozialen Themen der Zeit auseinandersetzte. Als Festredner referierte Staatssekretär Karl-Josef Laumann zu „Staat und Wohlfahrt als Partner in der Sozialpolitik“. Es gelte, den Spagat zwischen der möglichst langfristigen Selbstständigkeit von Senioren sowie Behinderten und verlässlichen Strukturen bei den Hilfsangeboten zu schaffen. „Jedes Jahr wächst der Anteil pflegebedürftiger Menschen um eine Zahl von rund 20 000“, so Laumann. Um sie auch in Zukunft angemessen versorgen zu können, sei ein Schulterschluss von professionellen Pflegekräften, Angehörigen, Ehrenamtlichen und auch Nachbarn unerlässlich.

Die Caritas-Geschäftsführer Gregor Wortmann und Burkhard Baumann leiteten zu den Programmpunkten über. In Filmeinspielungen berichteten Betroffene über Lebenswege Behinderter, das Älter werden und Arbeitswelten. Tilmann Fuchs, Dezernent für Schule, Kultur, Sport, Jugend und Soziales beim Kreis Steinfurt definierte Integration als gemeinsame Aufgabe. Wichtig sei, nicht nur ein Auge auf das Wohl der Flüchtlinge zu haben, sondern auch alle weiteren Bevölkerungsgruppen nicht allein zu lassen.

Domkapitular Josef Leenders betonte die Bedeutung des gegenseitigen Verständnisses von Alt und Jung.

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