Abfall-Problem in den Innenstädten „Betreiber in die Pflicht nehmen“

Steinfurt -

Nicht zum ersten Mal beschäftigt es den Bauausschuss: Das Thema Sauberkeit und Müllentsorgung in den Innenstädten. Insbesondere bei Veranstaltungen – im Ausschuss kamen die jüngsten Racedays in der Burgsteinfurter Altstadt zur Sprache – quellen die vorhandenen Abfallbehältnisse regelmäßig über.

Von Ralph Schippers
Ein oft gesehenes Bild gerade an Wochenenden: Übervoller Müllbehälter – hier in Burgsteinfurt am Markt.
Ein oft gesehenes Bild gerade an Wochenenden: Übervoller Müllbehälter – hier in Burgsteinfurt am Markt. Foto: Stadt Steinfurt

Aber auch in Borghorst , so berichtete Gremiumsmitglied Josef Kamer ( SPD ), reichten die vorhandenen Mülleimer in zentraler Lage nicht aus, um das erhöhte Aufkommen an Unrat insbesondere an Wochenenden aufzunehmen. Seine Fraktion fordere daher die Aufstellung von Behältern mit größerer Kapazität.

Wolfgang Spille , Fachdienstleiter Tiefbau, konnte die Problematik nicht nur nachvollziehen, sondern hatte sogar ein Foto von einem Mülleimer in der Burgsteinfurter Altstadt parat, das den Missstand eindrucksvoll dokumentierte. Reihenweise Pappbecher, die offensichtlich von einer Eisdiele stammen, zeigten auch, wer für das erhöhte Müllaufkommen verantwortlich ist. Spilles Vorschlag: Mit den Betreibern – in Borghorst liegt das Problem wohl eher bei Pizzerien – sprechen. Bei einer ersten Kontaktaufnahme hätten sich die Eigentümer durchaus offen gegenüber der Anregung gezeigt, die Mülleimer künftig selbst von dem durch sie verursachten Müll zu befreien. Spille: „Wir wollen zunächst diesen Weg gehen und schauen, ob er zum Erfolg führt.“

Günther Gromotka ( CDU ) regte an, die Betreiber zusätzlich dadurch zu motivieren, indem Werbung für ihr Lokal auf den betreffenden Behältern angebracht wird. Kurt Lewandowski (FWS) wies zudem auf das gute Beispiel einer auf dem Seller Esch in Burgsteinfurt angesiedelten Fast-Food-Kette hin. Dort klappe die Müllbeseitigung in Eigenregie trotz hohen Aufkommens reibungslos.

Auf Antrag der CDU kam zudem das Thema Grünpflege von Außenanlagen öffentlicher Immobilien auf den Tisch. Anlass für die Christdemokraten waren die ihrer Meinung nach nicht haltbaren Zustände von Wildwuchs an der Schule am Bagno sowie am Bewegungspark. Zu Letzterem führte Wolfgang Spille aus, das Grünpflegearbeiten von Seiten des Baubetriebsamts dort regelmäßig vorgenommen werden. Es sei nichts „verludert“.

Was die monierte mangelhafte Mülleimerentleerung anbetrifft, wolle er konkret den Platzwart ansprechen. Schwieriger gestaltet sich die Situation an der Schule am Bagno: Detlef Bogs, Leiter Zentrales Gebäudemanagement, führte aus, dass die Grünpflege von den Hausmeistern der Schulen nicht selbst durchgeführt, wohl aber organisiert wird. Allerdings sei deren Aufgabenvielfalt zuletzt stark gestiegen, bei reduzierter Personaldecke. Die Zahl der in diesem Bereich beschäftigten Ein-Euro-Jobber sei zuletzt stark rückläufig gewesen, jetzt setze man auf die Möglichkeit, Flüchtlinge einzusetzen.

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