Dampfross bewirbt sich für PSD-Bürgerprojekt Kinder nehmen Stadt unter die Lupe

borghorst -

Wie sehen Kinder und Jugendliche ihre Stadt? Das ist die Frage beim Projekt „Wir im Quartier – Stadtbilder – Bilderstadt“ des Kinder- und Kulturvereins Dampfross. Mit der Aktion hat sich der Verein für den PSD-Bürgerprojekt-Preis beworben. Dieses steht unter dem Motto „Meine Nachbarschaft heute und morgen“. Die Westfälischen Nachrichten sind Medienpartner.

Von Linda Braunschweig
Wie sieht‘s aus in Borghorst und was müsste sich ändern? Damit befassten sich jetzt (hinten, v.l.) Joy, Lorena, Gazmen, Ardin sowie (vorne, v.l.) Laurin, Mert, Lars und Maximilian
Wie sieht‘s aus in Borghorst und was müsste sich ändern? Damit befassten sich jetzt (hinten, v.l.) Joy, Lorena, Gazmen, Ardin sowie (vorne, v.l.) Laurin, Mert, Lars und Maximilian Foto: lb

Ziel des Steinfurter Kunstprojekts ist es, dass Kinder und Jugendliche sich über einen längeren Zeitraum mit ihrer Stadt befassen, erklärt Projektleiterin Elke Schmitz . Dabei sollen sie ihren Heimatort künstlerisch darstellen, sich aber auch Gedanken darüber machen, wie sie sich ihre Stadt wünschen. „ Wie wäre es zum Beispiel mit einem Leitsystem speziell für Kinder und Jugendliche?“, schlägt Elke Schmitz vor. So könnten die jüngsten Einwohner schneller sehen, wo sie für sie interessante Punkte in der Stadt finden. Bei der künstlerischen Gestaltung sollen den Teilnehmern alle Türen offen stehen: Fotografie, Film, Malen und Basteln seien denkbar, sagt Schmitz, aber auch „ Möbel “ für die Innenstadt zu bauen – beispielsweise Hocker aus alten Kabelrollen.

Geplant ist, für die Arbeiten im öffentlichen Raum Ateliers in leerstehenden Geschäftsräumen einzurichten. Von dort aus sollen die kleinen Künstler auch die Veränderungen in ihrer Stadt in den Blick nehmen: Wo wird was abgerissen? Wo wird neu gebaut? Gleichzeitig können die Teilnehmer auch ihre Traumstädte gestalten. Das lasse sich unendlich erweitern, sagt Elke Schmitz. Am Ende sollen die Ergebnisse des langfristig angelegten Projekts in einer Ausstellung zu sehen sein – und die Teilnehmer würden sich freuen, wenn ihre Ideen in die Stadtgestaltung einfließen würden.

Angelaufen ist das Projekt bereits mit Schülern des Offenen Ganztags an der Heinrich-Neuy-Schule. In einer ersten Phase erkunden sie zurzeit die Innenstadt und notieren ihre Beobachtungen. In einer zweiten Phase geht es dann an die Atelierarbeit. Gerne würden die Projektleiter auch andere Gruppen mit einbinden, beispielsweise Behinderte oder Flüchtlinge. Um das Projekt nachhaltig gestalten zu können, seien 15 000 bis 20 000 Euro notwendig, sagt Elke Schmitz. Auf eine Fördersumme in Höhe von 7200 Euro hofft der Verein durch den PSD-Preis. Davon sollen Materialien wie Staffeleien und Foto-Abzüge angeschafft werden.

1000 Euro sind dem Projekt bereits sicher, weil es „ Stadtbilder “ zusammen mit 17 weiteren Projekten in die Finalrunde geschafft hat.

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