Ausstellungseröffnung im Steinfurter Rathaus Wenn Fische Plastik im Bauch haben

Borghorst -

Im Steinfurter Rathaus ist am Montag die Ausstellung „Eingetaucht – Vielfalt in unseren Meeren“ eröffnet worden. Sie soll die Besucher dafür sensibilisieren, weniger Plastik zu verbrachen und den Kunststoff auf keinen Fall in den Gewässern achtlos zu entsorgen.

Von Linda Braunschweig
Eröffnung im Rathaus: Pia Niehues (Stadt Steinfurt), Ruth Schröer (Nabu), Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer, Rolf Engels, Leonie ten Hagen, Harald Wennemers und Prof. Dieter Haubold (BUND).
Eröffnung im Rathaus: Pia Niehues (Stadt Steinfurt), Ruth Schröer (Nabu), Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer, Rolf Engels, Leonie ten Hagen, Harald Wennemers und Prof. Dieter Haubold (BUND). Foto: Linda Braunschweig

„In den Weltmeeren schwimmen fünf Plastikseen, jeder einzelne entspricht der Größe von Westeuropa.“ Leonie ten Hagen vom BUND erläuterte gestern im Foyer des Rathauses eindrücklich, warum es höchste Zeit ist, die Menge an Plastikmüll zu reduzieren. Mit ihrer Rede eröffnete ten Hagen die BUND-Ausstellung „Eingetaucht – Vielfalt in unseren Meeren“. Auch Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer und Pia Niehues , Klimaschutzbeauftragte der Stadt Steinfurt , begrüßten die Gäste zur Eröffnung.

Die Präsentation ist ein Gemeinschaftswerk der BUND-Ortsgruppe Steinfurt, der Stadt und der Nabu-Ortsgruppe Steinfurt. Neben Leonie ten Hagen haben sich auch Harald Wennemers, Rolf Engels und Pia Niehues dafür eingesetzt, die Ausstellung des BUND Bremen ins Steinfurter Rathaus zu holen. Sie zeigt die Auswirkungen der Mengen an Plastikmüll, die ins Meer gelangen. Mitgebracht hatte ten Hagen in Gläsern unter anderem das, was an Mikroplastik beispielsweise aus Peeling-Cremes übrig bleibt und im Wasser Schaden anrichtet. Ein Problem von vielen, so ten Hagen, ist, dass Meeresbewohner das Plastik für Futter halten, es aufnehmen und verhungern, weil ihr Magen mit Müll verstopft ist.

Gemeinsam mit Pia Niehues und Claudia Bögel-Hoyer warb ten Hagen dafür, weniger Plastik zu verbrauchen, beispielsweise über die Aktion „Steinfurt tüt was“ oder durch den Kauf von Trinkflaschen aus Glas, Naturkosmetik und Naturfasern. Die Ausstellung ist noch bis Freitag im Rathaus zu sehen, anschließend wird sie in den Gymnasien in Steinfurt aufgebaut.

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