„Band-Paradise“ im Gymnasium Arnoldinum Rock, Pop, Grunge, Funk und Rap

Burgsteinfurt -

21 Bands mit insgesamt fast 100 Mitwirkenden präsentierten 21 Welthits. Das Publikum hat beim „Band-Paradise“ der Musikschule am Sonntag im Arnoldinum einen tollen musikalischen Abend verlegt.

Von Regina Schmidt
„Uptown Funk“ zum Finale: Die Arnoldinum-Bühne platzte fast aus den Nähten, als sämtliche Mitwirkende den Hit von Bruno Mars sangen. Moderiert wurde das Konzert von Salip Tarakci (3.v.r.).
„Uptown Funk“ zum Finale: Die Arnoldinum-Bühne platzte fast aus den Nähten, als sämtliche Mitwirkende den Hit von Bruno Mars sangen. Moderiert wurde das Konzert von Salip Tarakci (3.v.r.). Foto: Dieter Huge sive Huwe

„Gleich wird es richtig laut. Sie werden sich fühlen, wie in einem ausgewachsenen Rock-Konzert“, warnte Peter Nagy die Besucher des „Band-Paradise“ in der voll besetzten Aula des Arnoldinums. Der Leiter des Fachbereichs Musik im Kulturforum Steinfurt hatte nicht zu viel versprochen. In einem mitreißenden Programm boten die Musikschüler einen gelungenen Stilmix aus Rock und Pop, Grunge , Funk und Rap. 21 Bands mit insgesamt fast 100 Mitwirkenden präsentierten 21 Welthits . Für viele war es der erste Auftritt. „Alle haben sich ein Herz gefasst“, freute sich Peter Nagy.

Die erste Band startete furios mit Nirvanas „Come as you are“, gefolgt vom wehmütigen „Au Revoir“ von Mark Forster und Sido. Auch beim stimmungsvollen „Hold back the River“ (James Bay) und dem romantischen „Magic“ beweisen die Nachwuchstalente ihr Können. Im Duo trugen Anna Lauen und Gesangslehrer Salip Tarakci, der die Show launig moderierte, „Calm after the Storm“ der Common Linnets berührend vor. Für Gänsehaut bei den Zuhörern sorgte Sängerin Olayinka Ayeni mit ihrer einfühlsamen Interpretation des Police-Hits „Roxanne“. Ebenso hinreißend präsentierte Helen Stegemann den Klassiker „Africa“ von Toto zum Abschluss des ersten Programmteils.

Schon zur „Halbzeit“ war das Publikum begeistert von der hohen Qualität der Darbietungen. Nur selten gab es einen schrägen Ton oder falschen Takt. „Die Gruppenmischung macht’s“, verriet Nagy das Erfolgsrezept des Projektes, welches zum vierten Mal im Rahmen der Jugendmusiktage des Kreises Steinfurt unter dem Motto „Musik schlägt Brücken“ stattgefunden hat. Im Band-Paradise kommen E-Gitarristen, Bassisten, Drummer, Keyboarder und Sänger zusammen, die zum Großteil noch nie zuvor in einer Band gespielt haben. Nach mehrmonatigen Einzelproben der Musiker treffen sich dann die eigens für das Projekt formierten Bands zu zwei Intensivproben vor dem großen Abschlusskonzert. Für das schwierige Zusammenspiel werden die Kinder und Jugendlichen vom Lehrerteam der Musikschule gecoacht.

„In diesem Jahr sind die jüngsten Teilnehmer sieben Jahre alt“, so Peter Nagy. Mit dabei sind alle, die mindestens seit einem Jahr Unterricht haben. Mehr Erfahrung bringen viele der Musiker und Sänger im Teenageralter ein. „Es gibt aber auch Erwachsene, die ein Band-Instrument lernen oder Gesangsunterricht nehmen“, betont Nagy.

Auch im zweiten Programmteil warteten die „Nachwuchsrocker“ mit Überraschungen auf. Die mit zwölf und 13 Jahren jüngsten Sängerinnen, Lea Palster und Franziska Stadler, rührten das Publikum mit ihrer Darbietung von „Let it go“ (James Bay). Für Party-Laune sorgten „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen und „Auf uns“ von Andreas Bourani. Zauberhaft präsentierte Johanna Leiß „New Age“ (Marlon Roudette) und „Boulevard of Broken Dreams“ (Greenday). Eine echte Rock-Show lieferte Laura Stamping. Das bejubelte Finale bildete „Uptown Funk“ von Bruno Mars. Mit stehenden Ovationen und erst nach einer Zugabe entließen die Zuhörer die „Rocker von morgen“ – ein wirklich paradiesisches Konzert.

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