Saerbeck steht einsam an der Spitze Tag für Tag 646 Quadratmeter weniger Natur

Saerbeck -

Gemessen an der Gemeindefläche von 58,98 Quadratkilometern belegt Saerbeck mit einer Veränderungsquote von 51,9 Prozent einen einsamen Spitzenplatz im Kreis Steinufurt: Auf Platz zwei folgt Ochtrup mit 32,2 Prozent, dahinter liegen Lengerich (23,2), Altenberge (21,1) Recke (20,1) und die anderen Kreis-Kommunen mit Horstmar als Schlusslicht (6 Prozent).

Tag für Tag, haben die Statistiker ausgerechnet, wurden zwischen 2004 und 2014 in Saerbeck 646 Quadratmeter Fläche umgewandelt.
Tag für Tag, haben die Statistiker ausgerechnet, wurden zwischen 2004 und 2014 in Saerbeck 646 Quadratmeter Fläche umgewandelt. Foto: Hans Lüttmann

Zugegeben: Hundertprozentig trifft diese Überschrift nicht zu, obwohl die Zahlen nicht zu leugnen sind: Zwischen 2004 und 2014 sind nach Berechnungen des IT. NRW als Statistisches Landesamt in Saerbeck täglich 646 Quadratmeter in Siedlungs- und Verkehrsflächen umgewandelt worden. 646 Quadratmeter, darauf kann man ein Einfamilienhaus mit Vorgarten, Terrasse und großem Rasen bauen oder 65 Autos eng parken.

Wie die Statistiker weiter mitteilen, zählen zur Siedlungs- und Verkehrsfläche neben Gebäude- und Freiflächen, Betriebsflächen (ohne Abbauland) und Verkehrsflächen auch Erholungs- und Friedhofsflächen (weshalb das mit dem Verschwinden der Natur nicht ganz korrekt ist).

Bleibt aber die Frage, wieso Saerbeck dermaßen alleine an der Spitze steht. Dazu sagen die Statistiker nichts. Zu vermuten aber ist, dass das Entstehen des 90 Hektar großen Bioenergieparks und die Ausweisung des Industriegebiets Nord den enormen Zuwachs an Siedlungs- und Verkehrsflächen erklärt.

Abschließend zwei Zahlen zum Vergleich: Landesweit lag die Umwandlung in diesem Zeitraum bei 23 Prozent, kreisweit bei 14,6 Prozent.

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