Integrierte Planung soll Zuschüsse sichern Entwicklungskonzept für das ganze Dorf

Saerbeck -

Die Zuschüsse hat die Gemeinde im Blick, wenn sie jetzt ein „integriertes kommunales Entwicklungskonzept“ (Ikek) auflegen will. Der Trend bei Land und EU gehe weg von der Förderung einzelner Maßnahmen und hin zu Gesamtkonzepten, argumentiert Bürgermeister Wilfried Roos. Die Bürger sollen von Anfang an einbezogen werden.

Von Alfred Riese
Der Dorfplatz wurde als ein Kandidat für die Aufnahme in das neue „integrierte kommunale Entwicklungskonzept“genannt.
Der Dorfplatz wurde als ein Kandidat für die Aufnahme in das neue „integrierte kommunale Entwicklungskonzept“genannt. Foto: Monika Gerharz

Saerbeck soll ein umfassendes „integriertes kommunales Entwicklungskonzept “ (Ikek) bekommen. Dafür sprachen sich Planungsausschuss und Rat einstimmig aus. Dahinter steht auch die Sorge um den Verlust von Fördermöglichkeiten. Dem will Saerbeck vorbeugen, indem es nun die große Lösung, das Ikek, vorantreibt statt des ebenfalls möglichen, kleineren „Dorf-Innenentwicklungskonzepts“. Dreiviertel der Kosten übernimmt das Land NRW. Im Rathaus rechnet man mit Kosten von bis zu 50.000 Euro, die in den nächsten Haushalt eingepflegt werden sollen.

„Die Förderbestimmungen sehen ein solches Konzept mittlerweile vor“, begründete Bürgermeister Wilfried Roos seinen Vorschlag. Der Trend gehe weg von Einzelförderungen hin zu Gesamtkonzepten. Das beträfe insbesondere Fördermittel der EU , etwa aus dem im Kreis Steinfurt intensiv genutzten Leader-Projekt. Roos schlug deshalb vor, alle potenziellen Leader-Projektträger in Saerbeck – Vereine, Verbände, aber auch Privatpersonen – zu einem Infoabend einzuladen, um Ideen zu sammeln. Die Spanne der Handlungsfelder für das Ikek reiche vom Thema Lernen über lokale gemeinsame Wertschöpfung und den Erhalt ortsbildprägender ländlicher Bausubstanz bis zur Freizeit- und Tourismus-In­frastruktur, der Gestaltung von Straßen und Plätzen (Dorfplatz) oder dem Betrieb von Dorfgemeinschaftshäusern.

Bauamtsleiter Andreas Fischer hob die Teilbereiche Verkehr (Elektromobilität, Elektro-Bürgerbus) und Wärmeversorgung (Nahwärme) hervor. Ein Ikek ermögliche für darin enthaltene Maßnahmen Förderungen bis zu 65 Prozent, während es sie ohne Konzept teilweise nicht mehr gebe. Fischer nannte es „wichtig, dass die Bürger von Anfang an einbezogen werden“, wenn es „darum geht, das Dorf zukunftsfähig und nachhaltig zu entwickeln“.

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