Saerbeck „KWK ist tot – es lebe die Nahwärme!“

Angesichts von rund 15 Millionen Euro Investitionssumme oder jeweils 60 000 Euro Zuschuss für jedes der maximal 240 anzuschließenden Häuser seien 25 000 Euro jährlich Betriebsgewinn „als Grundlage für eine Kalkulation über 30 Jahre nicht denkbar“. Diese Aussage von Bürgermeister Wilfried Roos nach jahrelangem, teils zähem Ringen um das Nahwärme-Projekt „KWK-Modellkommune“ war sozusagen dessen Gradrede. Auch bei einer 100-prozentigen Förderung sei das Vorhaben noch nicht wirtschaftlich, sagte er.

Diesem Abgesang schlossen sich die Ratsfraktionen an. Bernd Willebrandt ( CDU ) erklärte, er finde es schade, wenn sich das Projekt bei einer solchen Förderquote immer noch nicht rechne und sprach sich dafür aus, es zu „begraben“.

Bernd Schweighöfer ( SPD ) beklagte, dass der Bund das „vom Land gut gedachte Projekt“ mit der Novelle des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes und sinkenden Einspeisevergütungen für Strom aus Blockheizkraftwerken „kaputt gemacht“ habe. „Wirtschaftlich nicht darzustellen“, stellte Mechthild Lüggert (UWG) knapp fest. Ewald Baar (Grüne) erinnerte daran, dass seine Fraktion immer gesagt habe, „wenn es sich nicht rechnet, machen wir es nicht“. Das Ziel einer Wärmeversorgung auf Basis von Blockheizkraftwerken will er nicht aufgeben.

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4354252?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686837%2F