Jahresausstellung des Kunstvereins im Bürgerhaus und im Rathaus Die Künstler von nebenan

Saerbeck -

Wenn „Harlekin“ eine kesse Gefährtin an seiner Seite hat, ist es nicht verwunderlich, wenn das ungleiche Paar die Blicke vieler Neugierige auf sich zieht. Neben diesen beiden Skulpturen waren Landschaften, Porträts, Vögel, Schmetterlinge, Getier aus Holz, eine dicke Ente aus Sandstein und weitere Arbeiten aus Granit und Steinen aus Simbabwe bei der Jahresausstel-lung des Saerbecker Kunst-vereins im Bürgerhaus und im Rathaus zu bewundern.

Von Tünde Kalotaszegi- Linnemann
Jede Arbeit hat ihre eigene Geschichte: „Bei uns gibt es keine Vorgaben bezüglich der Themen oder der Arbeitsweise“, erklärte Kurt Kösters, Vorsitzender des Kunstvereins beim Rundgang durch die Ausstellung.
Jede Arbeit hat ihre eigene Geschichte: „Bei uns gibt es keine Vorgaben bezüglich der Themen oder der Arbeitsweise“, erklärte Kurt Kösters, Vorsitzender des Kunstvereins beim Rundgang durch die Ausstellung. Foto: Tünde Kalotaszegi-Linnemann

Wenn „Harlekin“ eine kesse Gefährtin an seiner Seite hat, ist es nicht verwunderlich, wenn das ungleiche Paar die Blicke vieler Neugierige auf sich zieht. Neben diesen beiden Skulpturen waren Landschaften, Porträts, Vögel, Schmetterlinge, Getier aus Holz, eine dicke Ente aus Sandstein und weitere Arbeiten aus Granit und Steinen aus Simbabwe bei der Jahresausstellung des Saerbecker Kunst-vereins im Bürgerhaus und im Rathaus zu bewundern.

Was auf den ersten Blick wie ein bunt zusammengewürfeltes Durcheinander wirkt, reflektiert die überaus große Vielfalt der kreativen Energie jedes Teilnehmers, der seine Arbeiten nun der Öffentlichkeit präsentiert.

Bürgermeister Wilfried Roos sprach stolz von einer Traditionsveranstaltung, auf der reizvolle Exponate zu sehen seien. Das dachten sicherlich auch die überaus zahlreich erschienen Besucher. „Warum sich auf den Weg in die Städte machen, wenn Kunst so nah ist?“, sagte der stellvertretende Landrat Bernhard Hembrock.

„Bei uns gibt es keine Vorgaben bezüglich der Themen oder der Arbeitsweise“, erklärte Kurt Kösters, Vorsitzender des Kunstvereins und selbst aktiv in den Bereichen Malerei und Bildhauerei, beim Rundgang durch die Ausstellung. Sein fein stilisierter „Harlekin“ beispielsweise war inspiriert durch die Commedia dell’arte- Figuren des venezianischen Karnevals, worauf Brigitte Dolle mit ihrer „Harlekin-Frau“ antwortete, die ursprünglich als Tänzerin geplant war und nun etwas verwegen à la Marlene Dietrich unter ihrem großen Hut hervorlugt. So kann sich jeder Kunstschaffende frei in seinem Tun entfalten: Rudolf Gans, der gern kräftige Farben verwendet, Hans Zinke mit seinen beeindruckenden Skulpturen, Gerhard Wink­ler mit Porträts, die an die neue Sachlichkeit erinnern, Johanna Krahl, die nur mit Naturprodukten arbeitet und Beata Andree, in deren Frauenakt „Le Bain“ (Das Bad) die griechische Antike aufblitzt.

Besonders im Fokus stehen die Bilder der zwölf Nachwuchskünstler, den „Montagsmalern“, die von Brigitte Dolle in Kursen betreut werden. „Wir haben schon viel gelernt, zum Beispiel wie man mit Acryl arbeitet. Außerdem ist es toll, seine Sachen hier zu zeigen,“ darin sind sich die beiden neunjährigen Mädchen Emma und Judith einig. Die Ausstellungen im Bürger-haus und Rathaus sind noch bis zum 16. Oktober geöffnet.

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