Kaplan Ramesh Chopparapu hilft in Indien „Alle waren so dankbar“

Saerbeck -

Mit Koffern voller Dank ist St.-Georg-Kaplan Ramesh Chopperapu aus seiner indischen Heimatregion zurückgekehrt. Bei seinem mehrwöchigen „Heimaturlaub“ hatte er einen beträchtlichen Spendenbetrag aus der St.-Georg-Pfarrgemeinde zur Verfügung, mit dem er viele bedürftige Familien unterstützte.

Von Stefanie Behring
Viel Dank: Die indische Mutter (oben) kommt aus einer von 15 Familien, die nun Decken für die kalten Tage besitzen. Insgesamt 70 Kinder unterstütze Kaplan Ramesh Chopparapu (oberes Foto, links) aus den Saerbecker Spenden mit
Viel Dank: Insgesamt 70 Kinder und viele weitere Familien und Einzelpersonen unterstützte Kaplan Ramesh Chopparapu (links) mit den Saerbecker Spenden Foto: privat

Dass ein Kind mit dem täglichen Gang zur Schule den Grundstein für ein besseres Leben in der Zukunft legt, ist hierzulande für Erwachsene selbstverständlich, für Kinder nicht immer. Selbstverständlich ist hier aber auch, dass Kinder überhaupt zur Schule gehen können. Hier in Deutschland , sowie in allen anderen europäischen Ländern, ist es sogar Pflicht, dass Kinder zur Schule gehen – ganz ohne Schulgeld, das die Eltern tragen müssten.

Anders sieht es in Indien aus, dort wo der St.-Georg-Kaplan Ramesh Chopparapu sechs Wochen lang seine Familie besucht hat und dabei mit Spendengeldern aus der St.-Georg-Pfarrgemeinde in Höhe von insgesamt 25 000 Euro Bedürftigen half. Hier kostet Schulbildung Geld. Umgerechnet beträgt dies pro Kind und pro Jahr in etwa 200 Euro. Eine Summe, die viele Eltern sich nicht leisten können.

Kaplan Ramesh Chopparapu berichtet: „Von März bis Juli hatten die Leute keine Arbeit, weil es nicht geregnet hat und die meisten im Ackerbau arbeiten.“ Somit wurde auch kein Geld verdient und es drohte, dass die so wichtige Schulbildung vieler Kinder nicht mehr finanziert werden kann. „Mit insgesamt 7000 Euro habe ich 70 Kinder und ihre Eltern unterstützt“, erzählt Ramesh Chopparapu. Dies seien vor allem die Kinder von Tagelöhnern, weiße Kinder und die Kinder derjenigen Eltern, die ganz wenig verdienen. Viele Familien seien vorher schon persönlich bei ihm gewesen und hätten ihn um seine Hilfe gebeten. Jedes Kind habe er mit 100 Euro unterstützt, so dass die Schulbildung gesichert ist - zunächst. Bereits vor seiner Abreise im Sommer hatte der Kaplan einen großen Teil der Spendengelder für dieses Schulgeld sowie für die notwendige Ausstattung mit Schulutensilien in seine Heimat überwiesen.

Einige Tage vor seinem Rückflug traf sich Ramesh Chopparapu mit den Kindern und ihren Eltern, um diese einmal persönlich kennenzulernen. Davon sagt er: „Alle waren so begeistert und so dankbar, dass ihre Kinder jetzt weiter zur Schule gehen können und vielleicht mal ein besseres Leben haben werden.“

Neben dieser Investition unterstützte der Kaplan mit einem anderen Projekt noch weitere bedürftige Menschen: Er schenkte 15 Familien Oberbetten, um sie vor Kälte im Winter zu schützen. „So konnte ich diesen Menschen eine weitere Sorge nehmen“, freut sich der Kaplan.

Am Sonntag ist Ramesh Chopparapu wieder in Saerbeck eingetroffen. Er freut sich schon, alle Saerbecker wieder zu sehen und sich auch persönlich für die vielen Spenden bedanken zu können.

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4315942?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686837%2F