Nachwuchs-Ensemble der Kolpingbläser Aus zwei mach eins

Saerbeck -

Das Kolping-Blasorchester reagiert auf gesunkene Instrumentalistenzahlen in seinen Nachwuchsensembles. Das „kleine Orchester“ der Jüngsten geht mit dem Jugend-Blasorchester zusammen, die neue Gruppe nennt sich Schüler-Orchester. Bei den ersten Proben mit Ludger Beermann stellt sich die Harmonie rasch ein.

Von Tünde Kalotaszegi-Linnemann
Die Harmonie wächst rasch im fusionierten Kolping-Jugendblasorchester, das die Instrumentalisten des „kleinen Orchesters“ aufgenommen hat. Hier eine Probe im Orchesterraum der Gesamtschule mit Leiter Ludger Beermann.
Die Harmonie wächst rasch im fusionierten Kolping-Jugendblasorchester, das die Instrumentalisten des „kleinen Orchesters“ aufgenommen hat. Hier eine Probe im Orchesterraum der Gesamtschule mit Leiter Ludger Beermann. Foto: tük

Aus und vorbei. Der letzte Ton im „kleinen Orchester “ ist verklungen, und ab sofort existiert es nicht mehr. Aber es besteht kein Grund zur Panik. Das Saerbecker Kolping-Jugend-blasorchester formiert sich zeitgleich gerade neu und hat alle Instrumentalisten des „kleinen Orchesters“ aufgenommen. Wie kam es nun zu dieser Veränderung?

Seit etwa zwei Jahren leitete Pavel Tseliapniou die jüngste Bläsergruppe recht erfolgreich. Sie bestand aus Kindern und Jugendlichen, die erst seit kurzem Unterricht hatten und erste Erfahrungen im Zusammenspiel machen wollten. Mit der Zeit reduzierte sich allerdings die Teilnehmerzahl immer weiter, so dass eine Entscheidung getroffen werden musste. Ludger Beermann , Leiter des Jugendblasor-chesters erklärte es so: „Natürlich hätte man das Orchester mit weniger Schülern weiterführen können, aber offen gesagt fehlen uns dazu die finanziellen Mittel. Viele aus dem bisherigen Jugendblasorchester haben auch aufgehört, so bot sich eine Zusammenlegung an.“ Manche Jugendlichen konnten zum Großen Blasorchester wechseln, andere mussten ihr Hobby schulischen Erfordernissen opfern.

Wie sieht so eine Fusion nun in der Praxis aus? „Man muss das Repertoire natürlich den Gegebenheiten anpassen. Ich suche die Stücke danach aus, dass auch die Anfänger mitkommen können“, erklärte Beermann jetzt während einer Probe. Und in der Tat klangen die Anfänge von „Somewhere in my Memory“ aus dem Film „Kevin allein zu Hause“ der 30 jungen Musikerinnen und Musiker schon ganz harmonisch. Die neun Jahre alte Lya Beuning war mit ihrer Klarinette bisher im „Kleinen Orchester“ und hat hier das erste Mal mitgespielt. „Mir hat das gut gefallen, es war richtig spannend. Die Lieder waren für mich relativ einfach, die neuen Töne habe ich jetzt kennengelernt, und es macht total Spaß“, schwärmt sie.

In erster Linie bereitet sich das neu gestaltete Jugendblasorchester auf die drei Weihnachtskonzerte im Dezember vor. Schon etwas früher ist es am Samstag, 19. November, beim „Schulcafé“ der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule im Forum zwischen 15 und 16 Uhr zu hören sein. Außerdem nimmt es beim „Weihnachtsblasen“ am Freitag, 23. Dezember, teil, das über eine mehr als 50-jährige Tradition verfügt und bei dem am Vorabend des Heiligabends die Musiker durch die Straßen gehen und das Weihnachtsfest „einläuten“. Außerdem ist noch ein intensives Probenwochenende vom 11. Bis 13. November in Tecklenburg geplant.

Das Schülerorchester für etwa Zehn- bis 14-Jährige kann Verstärkung gebrauchen. Alle Blasinstrumente (besonders Querflöten), Gitarre, E-Bass und Keyboard sind willkommen. Die Proben finden montags von 18 bis 20 Uhr im Musikraum der Gesamtschule statt.

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