Amokfahrt am Kiepenkerl Ein Opfer in Münster noch in Lebensgefahr

Münster -

Vier Tage nach der Amokfahrt von Münster hat sich die Lage der verletzten Opfer weiter stabilisiert. Nur noch ein Opfer schwebt nach Angaben der Uniklinik noch in Lebensgefahr.

Von Jan Hullmann
Amokfahrt am Kiepenkerl: Ein Opfer in Münster noch in Lebensgefahr
Am Kiepenkerl-Denkmal drücken viele ihr Mitgefühl aus. Foto: Oliver Werner

Anfang der Woche hatten die Ärzte in der Uniklinik Münster (UKM) noch bei drei Patienten um deren Leben gekämpft. Am Dienstag war dann das erste Opfer „über den Berg“ , am Mittwoch gab es dann bei einem weiteren Opfer Entwarnung, es sei noch in einem „kritischen, aber stabilen Zustand” berichtet Anja Wengenroth, Sprecherin der Uniklinik. Im UKM liegen insgesamt noch sechs Verletzte.

Auch aus dem Clemenshospital, wo bislang zwei weitere Verletzte in Lebensgefahr schwebten, gibt es positive Nachrichten. Bei beiden Opfern „besteht im Moment keine akute Lebensgefahr mehr”, berichtet Krankenhaus-Sprecher Michael Bührke. Beide Patienten liegen aber weiterhin auf der Intensivstation. Einer der Patienten sei mittlerweile wieder bei Bewusstsein und müsse nicht mehr beatmet werden.

Dem anderen Opfer gehe es schlechter, berichtet Bührke. Es müsse noch beatmet werden und sei nicht bei Bewusstsein. Der Ehepartner dieses Patienten wurde bisher in der Uniklinik behandelt und nun ins Clemenshospital verlegt. Diese Person wird nach Krankenhausangaben nicht intensivmedizinisch betreut und auf einer Normalstation weiterbehandelt.

Wieder besser geht es Chiara Hoenhorst, Volleyballerin des USC Münster, die ebenfalls schwer verletzt worden war . Der Verein teilte über Facebook mit, dass sich die 21-Jährige auf dem Wege der Besserung befinden würde.

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Der 48 Jahre alte Jens R. war am Samstag mit einem Campingbus in der Innenstadt von Münster in eine Menschenmenge vor den Kiepenkerl-Gaststätten gefahren und erschoss sich anschließend selbst. Eine 51-jährige Frau und ein 65-jähriger Mann starben, mehr als 20 Menschen wurden verletzt.

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