Poller am Kiepenkerlplatz Bauarbeiten machen Lücke erforderlich

Münster -

Münsters Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer geht auf die fehlenden Poller am Kiepenkerlplatz ein. Durch die Lücke ist am Samstag der Amokfahrer auf den Platz gelangt.

Von Klaus Baumeister
Diese Stichstraße bekommt derzeit einen neuen Belag. Da sie als Erschließungsstraße wegfällt, hat die Stadt vorübergehend die Öffnung des Kiepenkerlplatzes genehmigt.
Diese Stichstraße bekommt derzeit einen neuen Belag. Da sie als Erschließungsstraße wegfällt, hat die Stadt vorübergehend die Öffnung des Kiepenkerlplatzes genehmigt. Foto: Oliver Werner

Warum war am Tag der Amokfahrt der Kiepenkerlplatz zur Straßenachse Bogenstraße/Spiekerhof hin nicht durch Poller abgesperrt, obwohl dies üblicherweise der Fall ist? Auf diesen Sachverhalt, über den unsere Zeitung bereits zu einem früheren Zeitpunkt berichtet hat, ging Münsters Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer bei der Pressekonferenz am Dienstag ein.

Öffnung des Kiepenkerlplatzes für Autoverkehr genehmigt

Nach seinen Angaben hat die Stadt für die Zeit vom 3. bis zum 12. April die Genehmigung erteilt, den Kiepenkerlplatz nach Norden hin für den Autoverkehr zu öffnen. Durch eben diese Öffnung gelangte der Amokfahrer auf den Kiepenkerlplatz.

Die Änderung hänge damit zusammen, so Heuer, dass an einer Verbindungsstraße, die den Kiepenkerlplatz nach Osten mit der Neubrückenstraße verbindet und die parallel zur Bogenstraße verläuft, derzeit Tiefbauarbeiten stattfinden. Bauarbeiter sind dabei, eine neue Asphaltdecke aufzutragen. Diese Straße wird üblicherweise zur Erschließung genutzt.

Entscheidung des Tiefbauamtes

Dieser Umstand habe dazu geführt, dass für Anwohner, etwa am Wegesende, keine Möglichkeit mehr bestehe, mit dem Fahrzeug ihr Grundstück anzufahren. Ersatzweise habe man deshalb den Platz geöffnet.

Ausdrücklich sprach Heuer in diesem Zusammenhang von einer „nachvollziehbar getroffenen Entscheidung des Tiefbauamtes“.

Die Öffnung sei auch erforderlich gewesen, weil der Lieferverkehr, der von der Nordtangente über die Bergstraße bis zum Kiepenkerlplatz vorfahre, nicht über die Bergstraße zurückfahren könne, weil diese in diesem Teilbereich eine Einbahnstraße ist.

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Die Gefahrenlage hat sich nicht verändert.

Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer

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Heuer nutzte die Pressekonferenz auch, um auf die aktuelle Sicherheitsdebatte zum bevorstehenden Katholikentag einzugehen, bei dem bis zu 100.000 Besucher erwartet werden. „Die Gefahrenlage hat sich nicht verändert“, sprach sich der Ordnungsdezernent dafür aus, das ohnehin schon ambitionierte und detailliert ausgearbeitete Sicherheitskonzept „im Kern“ so zu belassen, wie es vorliege.

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