Preußenstadion SPD zum Ratsantrag von Schwarz-Grün: „Das ist ein Schlag ins Gesicht des SC Preußen und seiner Fans"

Münster -

Die schwarz-grüne Ratsmehrheit hat ihren Vorschlag zum Stadion-Standort auf den Tisch gelegt - und erklärt die Suche nach einem neuem Standort in Münster für beendet. So äußern sich SPD, der Jugendrat und die FDP dazu:

Preußenstadion. Foto: Werner
Das Preußenstadion an der Hammer Straße in Münster. Foto: Oliver Werner

„Keine Chance für Stadionpläne“

Dr. Michael Jung Foto: Günter Benning

„Das ist ein Schlag ins Gesicht des SC Preußen und seiner Fans und eine vertane Chance für die Wohnbauentwicklung in unserer Stadt“, bewertet Dr. Michael Jung, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, den Antrag von CDU und Grünen für die Ratssitzung am 18. Oktober. Von schwarz-grüner Seite werde die Ablehnung unter anderem mit der politischen Priorität des Wohnungsbaus begründet. „Diese Argumentation ist völlig widersinnig, denn gerade CDU und Grüne schließen mit ihrem Nein zu einem neuen Stadionstandort eine echte Perspektive für den Wohnungsbau aus: Schließlich könnte an der Hammer Straße ein großes, neues Wohngebiet geschaffen werden! Man will dem Verein und dessen Stadionplänen also gar keine echte Chance auf eine faire Prüfung geben“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende.

Jugendrat kritisiert Schwarz-Grün

Der Jugendrat kritisiert die Entscheidung des schwarz-grünen Ratsbündnisses gegen einen Stadionneubau in Münster. In einer Pressemitteilung heißt es: „Es ist davon auszugehen, dass der Verein sein Stadion nun in Bösensell errichten wird. Unser Wunsch war es, dass die Preußen weiter citynah spielen.“ Vorstandsmitglied Noah Börnhorst erklärt, dass insbesondere für Jugendliche eine Verlegung ins Umland unattraktiv sei, „da sie nicht so mobil sind wie Erwachsene und zum Beispiel nicht mit dem Auto fahren können“. Wilhelm Balke als Vertreter des Jugendrates im Sportausschuss merkt außerdem an: „Die Stadt verliert mit dem voraussichtlichen Wegzug der Preußen auch einen Besucherfaktor.“ Es sei sehr enttäuschend, „dass es nun kein neues Stadion in Münster geben wird“, heißt es weiter.

FDP stärkt Preußen den Rücken

Manuel Lascasas Foto: Speckmann

„Rückständig, rückwärtsgewandt und im Umgang mit den Preußen an Unfairness kaum zu überbieten“, so fasst Manuel Lascasas, Vorsitzender der Freien Demokraten Münster, die Entscheidung zusammen, mit der CDU und Grüne nun jegliche weitere Diskussion zur Stadionfrage vom Tisch fegen. So sollen sich jetzt die Preußen für den Verbleib an der Hammer Straße entscheiden, wenn ihnen überhaupt an einer Spielstätte gelegen ist, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Und das ohne Kenntnis belastbarer Zahlen. Die FDP habe indes gerade gemeinsam mit der SPD einen Antrag vorgelegt, nach dem die Kosten von einem qualifizierten Planungsexperten zusammengestellt werden sollen, um auf Basis belastbarer Zahlen eine Entscheidung treffen zu können.

Preußenstadion: Schwarz-Grün erklärt Suche nach neuem Stadionstandort in Münster für beendet

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