Bürgerinitiative Eisenman-Brunnen soll in Münster bleiben

Münster -

Eine Bürgerinitiative will erreichen, dass der Promenaden-Brunnen von Nicole Eisenman dauerhaft in Münster bleibt. Man stehe bereits in Kontakt mit der Künstlerin, die von der Idee „begeistert“ sei.

Von Martin Kalitschke
Der Eisenman-Brunnen soll nach dem Willen einer Bürgerinitiative in Münster bleiben.
Der Eisenman-Brunnen soll nach dem Willen einer Bürgerinitiative in Münster bleiben. Foto: Gerhard H. Kock

Eine Bürgerinitiative will dafür kämpfen, dass auch der Brunnen der ­amerikanischen Künstlerin Nicole Eisenman dauerhaft in Münster bleibt. „Wir ­stehen bereits in Kontakt zu Eisenman – sie findet unsere Idee großartig und möchte ihre Arbeit gerne dauerhaft in Münster installieren“, berichtet Sandra Silbernagel.

Die Künstlerin Silbernagel steht zusammen mit der Kunst­historikerin Dr. Maria Galen hinter der Initiative, die in Kürze einen gemeinnützigen Verein gründen will.

„Unser Ziel ist es, 10 000 bis 15 000 Bürger zu finden, die jeweils 5, 50 oder 500 Euro spenden“, sagt Silbernagel. „Die Skulptur-Projekte waren umsonst, 100 Tage lang konnte man Kunst von Weltrang ohne Eintritt besichtigen“, hofft sie auf eine große Spendenbereitschaft. Die Initiative soll den Namen „Dein Brunnen für Münster“ tragen.

Die Künstlerin habe man bereits nach Münster eingeladen, so Silbernagel. „Das Geld für Flug und Hotel ­haben wir schon zusammen. Wir hoffen, dass sie noch vor Weihnachten kommt.“

Aktuell plane die Galerie von Nicole Eisenman, eine zweite Version des Münster-Brunnens in New York aufzustellen. Die Bronze-Figuren des Münster-Brunnens befinden sich derzeit in der Düsseldorfer Gießerei, in der sie hergestellt wurden. Die Gipsfiguren existieren nicht mehr. Nicole Eisenman müsste also den Brunnen von der Promenade, der zunächst nur als temporäre Arbeit gedacht war, grund­legend überarbeiten.

„Ich bin sehr optimistisch, dass es uns gelingen wird, dass der Brunnen bleibt“, sagt Silbernagel. Die Sprecherin der Skulptur-Projekte, ­Jana Duda, begrüßt das ­ Engagement aus der münsterischen Bürgerschaft. „Wenn eine Lösung gefunden wird, dann würde uns das alle sehr freuen“, so Duda. „Wir haben das Kunstwerk sehr geschätzt.“ Sie rechnet allerdings mit Blick auf Konzept und Kosten mit einem „langwierigen Prozess“.

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