Trauer um Albachtenerin Margarete Jentschura „Dienstälteste Drogistin“ mit 104 Jahren gestorben

Münster-Albachten -

„Wer rastet, der rostet“, das war das Lebensmotto von Margarete Jentschura. Am Donnerstag (7. September) ist die Albachtenerin gestorben. Die als älteste Drogistin Deutschlands bekannt gewordene Kauffrau schlief an ihrem langjährigen Wirkungsort im Alter von 104 Jahren friedlich ein.

Margarete Jentschura, rechts als junge Frau, war die gute Seele Albachtens . 
Margarete Jentschura, rechts als junge Frau, war die gute Seele Albachtens .  Foto: Jentschura GmbH

Da sie das Motto gelebt und die Kommunikation mit Menschen geliebt hat, wird Margarete Jentschura vielen Münsteranern lebhaft in Erinnerung bleiben. Ihr Hauptanliegen war immer, nah bei den Kunden zu sein und ihnen bestmöglich zu helfen. So wurde sie zur guten Seele Albachtens, heißt es in einer Pressemitteilung.

1913 geboren

1913 in Karlsdorf geboren, wuchs die Schlesierin in einer Drogisten- und Försterfamilie auf. So wurden ihr die Verbundenheit zur Natur und das heilkundliche Wissen und Können quasi in die Wiege gelegt. Ihre erste Drogerie betrieb sie mit ihrem 1942 verstorbenen Ehemann Helmut in Breslau, bevor sie 1955 in Münster, unbeirrt von den schweren Nachkriegszeiten, einen gelungenen Neuanfang wagte.

Die erste eigene münsterische Drogerie entstand 1955 in der Staufenstraße. Später folgten vier weitere Filialen. Den Kern ihrer Tätigkeit verlegte sie bald nach Albachten, wo sie 1993 außerdem zusammen mit ihrem Sohn Peter und Enkel Robert die Jentschura International GmbH gründete. Enkelsohn Robert betreibt mittlerweile die großmütterliche Drogerie.

Trotz Expansion der Jentschura International GmbH blieb Margarete Jentschura den Albachtenern immer treu. Tees gegen allerlei Missbefindlichkeiten, auch gegen chronische Krankheiten, mischte sie ganz individuell mithilfe ihres fundierten Fachwissens.

Zeit für persönliche Gespräche

Genauso selbstverständlich und oft ebenfalls heilsam für die Seele: Sie nahm sich Zeit für persönliche Gespräche, lebte und liebte den Kundenkontakt – all das bis ins hohe Alter. Denn für sie kam auch im Rentenalter längst noch kein Ruhestand infrage.

Dadurch wurde sie auch überregional bekannt. Denn weil sie noch mit mehr als 100 Jahren täglich in ihrer Drogerie an der Dülmener Straße tätig war, galt sie als dienstälteste Drogistin Deutschlands.

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5148624?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F