Kommentar Genossenschaftsverband: Erst der Umzug – und jetzt?

Das Genossenschaftswesen war in Münster vor Jahren eine starke Nummer mit vielen Arbeitsplätzen. Sicher, es gibt noch Genossenschaften, die nach dem Vorbild von Hermann Schulze-Delitzsch, dem Gründungsvater des Genossenschaftswesens, wirken – nur die Arbeitsplätze haben in diesem Bereich stark abgenommen. Das Genossenschaftswesen verändert sich.

Von Gabriele Hillmoth
Kommentar : Genossenschaftsverband: Erst der Umzug – und jetzt?
Im Neubau der PSD-Bank am Hafenplatz findet ab Januar der Genossenschaftsverband eine neue Heimat. Foto: gh

Jetzt ist erneut der Genossenschaftsverband, die Mutter der Genossenschaften in der Region, im Visier. Dieser Verband verliert in Münster weiter an Stärke, auch wenn glaubhaft versichert werden soll, dass alle Arbeitsplätze vom Altbau an der Mecklenbecker Straße in die neu angemieteten Büros an den Hafen umziehen werden.

Konzentration und Fusion sind die Themen, um die es in dem Verband geht, der sich als regionaler Interessenverband bezeichnet.

Bei aller regionalen Nähe haben aber zunächst die Mitarbeiter die Veränderungen bereits vor drei Jahren zu spüren bekommen: Arbeitnehmer des Verbandes reisten von Münster nach Düsseldorf, um sich dort mit den Kollegen aus Köln zu verbandeln. Die Wirkungsstätte sei ihnen als sehr schön verkauft worden, kritisierten Beschäftigte und fühlten sich „veralbert“.

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Jetzt schreitet die Konzentration weiter voran. Der Standort in Münster wird in eine Geschäftsstelle umgewandelt. Die Karten werden aber woanders gemischt. Wie es in Münster weitergeht, das ist eine Frage von Entwicklungen, heißt es schon heute. 

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