Appartements werden größer Studentenwohnheim Heekweg: Die Sanierung beginnt

Münster-Gievenbeck -

Vor 40 Jahren waren graue Betonfassaden angesagt. Die Studentenwohnheime Heekweg und Gescherweg sind typische Vertreter ihrer Zeit. Jetzt beginnt am Heekweg die Sanierung.

Von Karin Völker
Der Wohnblock am Heekweg in Gievenbeck wird nun modernisiert. Die Sanierung beginnt im Oktober und soll ein Jahr dauern.
Der Wohnblock am Heekweg in Gievenbeck wird nun modernisiert. Die Sanierung beginnt im Oktober und soll ein Jahr dauern. Foto: Oliver Werner

Am Heekweg im Appartement-Block des Studierendenwerks hat der große Auszug begonnen. Das Haus mit 357 Appartements steht bald leer, viele der Bewohner ziehen in andere Häuser des Studierendenwerks. Am 1. Oktober beginnt hier die umfassende Sanierung. Zuerst müssen die Schadstoffe aus dem über 40 Jahre alten Bau entfernt werden.

„Eine Verseuchung mit PCB schließen wir aus“, erklärt der stellvertretende Leiter des Studierendenwerks, Achim Wiese. Der verbaute Asbest müsse entfernt werden; „wir sind sicher, dass wir in dem Gebäude auf keine bösen Überraschungen stoßen, die die Modernisierung verzögern können.“ Der Zeitplan ist eng getaktet. Bereits in einem Jahr, am 1. Oktober 2018 soll das Gebäude fertig saniert sein.

Weniger Wohnheim-Plätze, mehr Platz

Am Heekweg werden nach der Kernsanierung weniger Studierende wohnen als bisher. Aus bisher 357 Einzelappartements á 17 Quadratmetern und einer Hausverwalterwohnung werden am Ende 228 kleine Appartements mit jeweils 17,5 Quadratmetern, 32 größere Einzelappartements mit 35 Quadratmetern und 23 Zwei-Zimmer-Wohnungen, die mit zwei Mietern besetzt werden. 306 Mieter können hier ab dem kommenden Jahr wohnen.

Die Vergrößerung vieler Appartements entspreche dem ausdrücklichen Wunsch vieler Studierendender. Die Reduzierung der Wohnplätze sei aber auch der besseren Dämmung und schließlich der Vorgabe des Ministeriums geschuldet, das den Bau von Mehrraum-Wohnungen zur Grundlage der Vergabe der Fördergelder gemacht habe, erläutert Katrin Peter, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit des Studierendenwerks.

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Ausschreibungen für neue Fassade laufen 

Wie das Haus in einem Jahr genau aussieht, wissen wir selbst noch nicht“, ergänzt sie. Die Ausschreibungen für die neue Fassade laufen gerade, fest stehe nur: Die Optik der grauen Waschbetonfassade wird sich stark verändern.

Wenn die Sanierung am Heekweg vollendet ist, soll in einem Jahr die gleiche Prozedur an den Wohnblocks am benachbarten Gescherweg beginnen. Dort vermietet das Studierendenwerk sogar derzeit noch 720 Appartements, die ab dem Wintersemester 2018 für mindestens ein Jahr nicht zur Verfügung stehen werden.

Das Land bezuschusst die insgesamt rund 45 Millionen Euro teure Sanierungsmaßnahme mit 18 Millionen Euro.

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