Ungewöhnliches Skulptur-Projekt Kaffee gehört nicht in Pappbecher

Münster -

Studenten der Uni Münster vom „Arbeitskreis Creatives Chaos“ stellten auf den Aaseewiesen ihre „Giant Trash Balls“ vor und appellierten zur Müllvermeidung. Statt Einwegbechern aus Pappe sollten Kaffeetrinker lieber zu Mehrweg-Trinkgefäßen greifen.

Von Helmut P. Etzkorn
Der Arberitskreis „Creatives Chaos“ stellte am Samstag auf den Aaseewiesen die „Giant Trash Balls“, bestehnd aus jeweils rund 700 Einweg-Coffee-To-Go-Bechern, vor.
Der Arbeitskreis „Creatives Chaos“ stellte am Samstag auf den Aaseewiesen die „Giant Trash Balls“, bestehend aus jeweils rund 700 Einweg-Bechern, vor. Foto: hpe

Kunst im freien Raum ist für ihn „die optimale Möglichkeit, einen Denkanstoß in Sachen Müllvermeidung“ zu liefern: Jan von der Brelie, Mitglied im Arbeitskreis „Creatives Chaos“ der „Initiative für Psychologie im Umweltschutz“ an der Uni Münster, präsentierte am Samstag mit vielen studentischen Freunden auf den Aaseewiesen seine „Giant Trash Balls“ im Schatten der „Giant Pool Balls“ von Claes Oldenburg.

Alternative Skulptur-Projekte

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Die runden Skulpturen, bestehend aus jeweils rund 700 Coffee-To-Go-Einwegbechern, soll „Menschen, die einfach mal gern einen Kaffee trinken“ zu mehr Umweltbewusstsein animieren. Von der Brelie: „Im Durchschnitt wird so ein Becher nur für 15 Minuten verwendet, dann wandert der Pappmantel in den Müll. Mit den jährlich verschwendeten108 000 Tonnen Pappbechern ließen sich eine Reihe von München bis Venedig aufstellen.“

Gerade Studierende zwischen 18 und 25 Jahren greifen gern zum Einwegbecher. Münster als grüne und nachhaltige Stadt solle nun Handeln und Müllvermeidungsstrategien nicht nur für Plastiktüten, sondern auch die Becher auf den Weg bringen. 

"SkulpTouren"

Gefordert wird ein „runder Tisch“ mit allen Verantwortlichen und eine flächendeckende Kampagne für Heißgetränke in Mehrwegbechern, wie sie jüngst bereits Münsters Gildebäcker vorgestellt haben.

„Mehrwegbecher sehen edler aus, der Kaffee daraus schmeckt besser und sie verursachen keinen Müll“, so die Initiatoren Von der Brelie und Martin Roeb.

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