Verhandlungspoker Schwarz-Grünes Bündnis berät über Musikcampus

Münster -

Machen der Parkplatz Hörsterstraße oder die Hittorfstraße das Rennen bei der geplanten Investition in eine Kultur- und Bildungseinrichtung? In dieser Frage loten CDU und Grüne derzeit die Möglichkeiten aus.

Von Klaus Baumeister
CDU und Grüne verhandeln darüber, wie es weitergehen soll mit der geplanten Bildungs- und Kultur-Investition. Mit dem Parkplatz Hörsterstraße (Foto/Forum für Kultur und Bildung) und der Hittorfstraße (Musikcampus) stehen zwei Standorte zur Wahl.
CDU und Grüne verhandeln darüber, wie es weitergehen soll mit der geplanten Bildungs- und Kultur-Investition. Mit dem Parkplatz Hörsterstraße (Foto/Forum für Kultur und Bildung) und der Hittorfstraße (Musikcampus) stehen zwei Standorte zur Wahl. Foto: Oliver Werner

Was spricht für einen Musikcampus an der Hittorfstraße ? Was für ein Kultur- und Bildungsforum auf dem Parkplatz Hörster­straße? Und war für eine Bebauung von Kalkmarkt und Schlossplatz ?

An Überlegungen für neue Kultureinrichtungen in Münster mangelt es derzeit nicht. Wie zu hören ist, versucht das schwarz-grüne Ratsbündnis, Eckpunkte für die anstehende Debatte vorzulegen. Eine Lösung gibt es noch nicht, aber es zeichnet sich ein Fahrplan an.

In zwei Punkten herrscht bereits Einigkeit:

► Aktuelle Baupläne für den Bereich Schlossplatz und Kalkmarkt gibt es nicht – „aus Respekt vor dem Bürgerentscheid im Jahr 2008“, wie es in einem internen Papier der beiden Fraktionen heißt. 2008 hatte sich eine überwältigende Mehrheit der Münsteraner gegen den Bau einer Musikhalle auf dem Schlossplatz ausgesprochen.

► CDU und Grüne sind fest entschlossen, in der anstehenden Frage der Kulturinvestition eine gemeinsame Position zu erarbeiten und mit dieser gemeinsamen Position auch das Gespräch mit der Universität München zu suchen. „Alles andere würde Chaos bedeuten“, so ein führendes Ratsmitglied.

Bekannt ist, dass die Grünen es gern sähen, wenn die Stadtverwaltung in einem ersten Schritt das von einem privaten Investor vorgelegte Konzept für den Parkplatz Hörsterstraße prüft. Es sieht einen Neubau vor, in dem die Volkshochschule (VHS), die Westfälische Schule für Musik sowie Wohnungen untergebracht werden. Perspektivisch soll auch der Bau einer Konzert- und Veranstaltungshalle im Rahmen des Projektes möglich sein.

Keine optimale Situation

Die Zeit drängt, weil die VHS derzeit im Aegidiimarkt nicht optimal untergebracht ist. Der Rat muss also entscheiden, ob die bestehenden VHS-Räume modernisiert werden oder ein Umzug zur Hörsterstraße erfolgen soll.

Die CDU wiederum hat in der Person des Oberbürgermeisters Markus Lewe und gemeinsam mit der Uni-Leitung den Standort Hittorfstraße (nahe Coesfelder Kreuz die Idee eines Musikcampus ins Spiel gebracht, bestehend aus Musikschule und Musikhochschule. Interessanterweise wurde über die Zusammenführung der beiden Institutionen auch schon im Zusammenhang mit der Hörsterstraße gesprochen.

Offen ist nun die Frage, ob sich hier auch eine Konzert- und Veranstaltungshalle realisieren lässt, die als Spielstätte für das Sinfonieorchester dienen könnte.

Hier gehen die Meinungen weit auseinander. Befürworter der Hittorfstraße nennen die Erschließung über den Ring und das neue Parkhaus Coesfelder Kreuz als Standortvorteil. Befürworter des Standortes Hörsterstraße betonen die Nähe zur Innenstadt und zum Stadttheater.

Der Ausgang der Debatte ist offen.

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