Pläne der Verwaltung Weniger Flüchtlinge: Stadt gibt Unterkünfte auf

Münster -

Aktuell leben in Münster deutlich weniger Flüchtlinge in städtischen Einrichtungen als zu Jahresbeginn. Die Stadt will daher nun einige Heime aufgeben – und in anderen die Kapazitäten reduzieren.

Von Martin Kalitschke
Diese Wiese am Stadtbad Mitte wird vorerst nicht zum Flüchtlingsheim-Standort.
Diese Wiese am Stadtbad Mitte wird vorerst nicht zum Flüchtlingsheim-Standort. Foto: kal

Die Stadt wird bis zum Jahresende mehrere Flüchtlingsunterkünfte aufgeben. Zudem soll die Kapazität einiger Unterkünfte heruntergefahren werden. Dies bestätigte am Donnerstag ein Sprecher der Stadt. Eine Liste der betroffenen Einrichtungen soll am Freitag veröffentlicht werden.

Die Stadt reagiert damit auf die sinkenden Flüchtlingszahlen. Aktuell sind in Münster 3354 Personen in städtischen Flüchtlingseinrichtungen untergebracht – das sind mehr als 800 weniger als vor einem halben Jahr.

Planungen für temporäre Unterkunft auf der Flohmarkt-Wiese liegen auf Eis

Wegen dieses Rückgangs liegen nun auch erst einmal die Planungen für eine temporäre Unterkunft auf der Flohmarkt-Wiese neben dem Stadtbad 1 (ehemaliger Lindenhof-Standort) auf Eis. Noch Anfang des Jahres hieß es, dass die an dieser Stelle vom Rat beschlossene Einrichtung für 100 Flüchtlinge nach Ende der Flohmarkt-Saison gebaut werden soll. Dieser Plan wird nun jedoch erst einmal nicht umgesetzt, so ein Stadt-Sprecher.

Bahlmannwiese und Münzstraße unverändert benötigt

Am umstrittenen Wohnheim an der Bahlmannwiese hält die Stadt unterdessen fest. Die für 50 Personen angelegte, dauerhafte Einrichtung sei fester Bestandteil der städtischen Planungen für Flüchtlingsunterkünfte, sie werde unverändert benötigt. Weiterhin benötigt werde auch die Unterkunft Münzstraße. Sie sei nicht auf der Liste der Heime, die aufgegeben werden sollen.

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