Heute Aktion von Uni und FH Wohnraum-Protest vor dem Schloss

Münster -

Die schwierigste Aufgabe für Erstsemester in Münster ist es wohl, eine Wohnung zu finden. Denn Wohnraum ist knapp, die Mieten sind hoch. Mit einer plakativen Aktion machen Studierende am heutigen Dienstag vor dem Schloss auf die Missstände aufmerksam.

Ein knallrotes Sofa inmitten der Stadt – das ist das Symbol mehrerer Initiativen für mehr Wohnraum in Münster. Tim Osterhaus, ehemaliger Referent des AStA der WWU, ist Initiator der Aktion „Rotes Sofa“, die auch Roxana Raphael-Kuttig, AStA-Vorsitzende der FH Münster, unterstützt.
Ein knallrotes Sofa inmitten der Stadt – das ist das Symbol mehrerer Initiativen für mehr Wohnraum in Münster. Tim Osterhaus, ehemaliger Referent des AStA der WWU, ist Initiator der Aktion „Rotes Sofa“, die auch Roxana Raphael-Kuttig, AStA-Vorsitzende der FH Münster, unterstützt. Foto: FH Münster

Studierende, die in Münster eine Wohnung suchen, brauchen Geduld. Denn Wohnraum ist knapp, die Mieten sind hoch, die Wartezeit für einen Platz im Wohnheim lang. Wer nicht fündig wird, dem bleibt notfalls nur die Unterkunft bei Freunden, Verwandten oder das Pendeln. Auf diese prekäre Lage wollen die Allgemeinen Studierendenausschüsse ( AStA ) von FH und Universität (WWU) aufmerksam machen. Sie fordern mehr bezahlbaren Wohnraum in Münster und rufen deshalb alle Studierenden auf, bei einer Protest- und Zeltaktion am Dienstag (18. Oktober) mitzumachen.

„Wir wollen, dass die Studierendenwerke durch das Land NRW ausfinanziert werden“, sagt Melissa Schaub, Referentin für Sozialpolitik vom AStA der FH Münster . Nur dann sei es möglich, alte Wohnheime zu renovieren, ohne dass die Kosten auf den Mietpreis umgelegt werden.

Problematisch ist die Wohnraumsuche nicht nur für die Erstsemester der FH Münster, sondern auch für alle internationalen Gäste. „Der private Markt bleibt häufig verschlossen für Gaststudierende, denn viele Vermieter wollen nur langfristige Mieter“, sagt Ines Roman, Leiterin des International Office der FH Münster.

Die Aktion startet um 16 Uhr auf der Wiese vor dem Schloss mit verschiedenen Programmpunkten, darunter Redebeiträge von Vertretern des Mieterschutzbundes und dem stellvertretenden Geschäftsführer des Studierendenwerkes.

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