Krimi-Autorin aus Münster stellt neuen Taunus-Krimi vor Nele Neuhaus lässt Campingwagen explodieren

Münster/Königstein -

Nele Neuhaus (49), gebürtige Münsteranerin und Deutschlands bekannteste Krimi-Autorin, hat ein neues Buch („Im Wald“) geschrieben: Und das präsentierte sie jetzt nicht etwa auf der „Frankfurter Buchmesse“ sondern am Original-Schauplatz – mitten im Taunus, mitten im Wald, in der urig-verschwiegenen Gaststätte Naturfreundehaus Billtalhöhe.

Krimiautorin Nele Neuhaus, alias Cornelia Löwenberg, stammt aus Münster. Ihr Vater war damals Amtsdirektor in Wolbeck.
Krimiautorin Nele Neuhaus, alias Cornelia Löwenberg, stammt aus Münster. Ihr Vater war damals Amtsdirektor in Wolbeck. Foto: dpa

Auf der neblig-feuchten Wiese nebenan stehen in die Jahre gekommene Campingwagen . Einer davon brennt und explodiert im neuen Roman, das erste Mordopfer ist zu beklagen. Der hessische Radiosender FFH hatte 20 Hörer zu diesem exklusiven Event geladen. Mittendrin am prasselnden Kamin: Cornelia („Nele“) Löwenberg , so der Mädchenname der Autorin. Ihr Vater, Dr. Bernward Löwenberg, war seinerzeit Amtsdirektor der Gemeinde Wolbeck. Im Alter von drei Jahren zog die Familie nach Paderborn („mein Vater wurde da Kämmerer“) und später nach Hessen, wo er als Landrat im Main-Taunus-Kreis wirkte.

3,5 Millionen Mal wurden Nele Neuhaus ‘ Taunus-Krimis bisher verkauft, in 20 Ländern übersetzt, sechs Bücher hat das ZDF bisher verfilmt, der neue Fall dürfte schon in der nächsten Woche in die Bestseller-Listen aufsteigen.

„Sehr gern“ erinnert sich Nele Neuhaus an einen Empfang in ihrer Heimatstadt Münster durch den Oberbürgermeister: „Aber leider klappt‘s nicht so oft mit einem Besuch.“ Die passionierte Reiterin lebt mit ihrem Lebensgefährten Matthias Knöß im Vordertaunus. Sie steht trotz der Popularität mit beiden Beinen fest auf dem Boden, freut sich mit ihren Lesern gemeinsam über ihre Erfolge: „Wie Bolle“. Das Schreiben („Im Wald“ hab ich in zwölf Monaten geschrieben“) stresst sie nicht. Im Gegenteil: Sie arbeitet an einem Kinderbuch und plant ein Werk unter ihrem Mädchennamen, „und dann könnte ich mal wieder einen Taunus-Krimi“ schreiben.

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Interviews mit Nele Neuhaus: hier  und hier .

Ihr Erstlingswerk („Unter Haien“ aus dem Jahre 2005) spielte nicht im hessischen Mittelgebirge, sondern in New York in der Investmentbänker-Szene: „Vielleicht machen wir daraus noch einen Film.“

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