Honigmarkt in Münster Im Zeichen der Biene

Münster -

In Münster fand am Sonntag ein Honigmarkt statt. Bei strahlendem Sonnenschein lockte er viele Besucher an.

Von Maria Conlan
Bienenwaben präsentiert dieser Imker auf dem Honigmarkt vor dem Schloss. Zahlreiche Besucher informierten sich über die Bienen und ihre Produkte.
Bienenwaben präsentiert dieser Imker auf dem Honigmarkt vor dem Schloss. Zahlreiche Besucher informierten sich über die Bienen und ihre Produkte. Foto: con

Bei wunderbarem Sonntagswetter war der Besucheranstrom groß beim „Münsteraner Honigmarkt “ vor dem Schloss. Ausrichter war der Kreisimkerverein Münster im Auftrag des Landesverbandes Westfälisch- Lippischer Imker. Und wer dachte, hier gäbe es nur Honig und Bienenwachskerzen, wurde von der Vielfalt der Stände überrascht. Es gab auch Besucherstimmen, die behaupteten: „Nur ein Honigstand und sonst vieles anderes“ – aber das war sehr überspitzt. Vor allem standen Imker aus der Region Rede und Antwort über ihre Leidenschaft und ihr Wissen rund um die fleißige Biene.

Schon Zweijährige konnten Wachskerzen herstellen mithilfe von Arnold Terwey , der ansonsten im Mühlenhof über die Imkerei berichtet. Er war etwas traurig, dass sich nicht mehr Ehrenamtliche fanden, die das Projekt unterstützten. Auf 50 Schultern wurde alles gestemmt. Das bedeutete viel Arbeit und Aufwand, um den Markt mit 44 Ständen auf dem Schlossplatz und im Schloss zu organisieren. Begeistert waren die Aktiven über die vielen Gespräche, die sich im Laufe des Sonntags ergaben.

Reinhard Willmann , der gerade eine Imkerei bei den Alexianern aufbaut, hatte schon vormittags mit etlichen Frauen gesprochen, die überlegen, das Imkern zu erlernen. Er berichtete von seiner Arbeit bei den Alexianern. Hier bauen vier Imker eine Bienenzucht auf und eine Honigschleuderei. Die Bewohner zeigen großes Interesse, sind begeistert und spüren, dass ihnen diese Arbeit guttut.

Anhand von Mustern erläuterte er den Aufbau von Waben und wie mit Hilfe von Drohnenwaben der Varroamilbe, dem großen Feind der Biene, zu Leibe gerückt werden kann.

Im Schloss saß die dreijährige Ronja aus dem Siegerland mit ihrer Mutter hinter dem Infostand des Landesverbandes. Sie ist mit den Bienen großgeworden und hockte schon als Einjährige begeistert vor dem Flugloch, erzählte ihre Mutter strahlend.

Wiesenblumen und Stauden vor dem Schloss waren nicht nur für zweibeinige Besucher eine Augenweide, hier tummelten sich auch Schmetterlinge und Hummeln. Für Kinder gab es Mitmachstände und -aktionen, so konnten sie wie Bienen blind Formen ertasten. Wer genug Honigprodukte probiert und Kunsthandwerk bestaunt hatte, konnte sich bei Suppe von den Maltesern und Kuchen von den Landfrauen stärken. Eine Tombola bot attraktive Gewinne. Es war eine Aktion für die ganze Familie und Bienenfreunde.

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