Mehr Platz für den Hochschulsport Uni eröffnet neues Sportzentrum

Münster -

Das Angebot des Hochschulsports ist größer und beliebter denn je – und hoffnungslos ausgebucht. Entlastung bringt das neue Gesundheits- und Leistungssportzentrum der Universität am Horstmarer Landweg.

Von Lukas Speckmann
Sportsfreunde unter sich (v.r.): Rektor Johannes Wessels, Jörg Verhoeven vom Hochschulsport und Kanzler Matthias Schwarte wärmen sich ohne Schuhe in der neuen Kampfsporthalle auf.
Sportsfreunde unter sich (v.r.): Rektor Johannes Wessels, Jörg Verhoeven vom Hochschulsport und Kanzler Matthias Schwarte wärmen sich ohne Schuhe in der neuen Kampfsporthalle auf. Foto: Matthias Ahlke

Die erste gute Nachricht: Das neue Gesundheits- und Leistungssportzentrum der Universität wird dem chronisch ausgebuchten Hochschulsport Luft verschaffen. 3000 Teilnehmende zusätzlich sollten pro Jahr möglich sein, meint Hochschulsportleiter Jörg Verhoeven.

Die zweite gute Nachricht: Diese große Nachfrage ermöglicht es der Universität, das ambitionierte Gebäude relativ locker selbst zu finanzieren. Die 5,8 Millionen Euro Baukosten sollten sich aus den Mitgliedsbeiträgen in etwa 16 Jahren abbezahlen lassen, so die Schätzung der Lenkungskommission.

Und dabei sind die Beiträge mehr als moderat. Um Beispielsweise in der mit 50 Leistungs- und 20 Kardio­geräten üppig ausgestatteten Muckibude im Erdgeschoss zwölf Monate lang trainieren zu dürfen, zahlen Studierende 130 Euro, Bedienstete der Universität nur 15 Euro mehr. Eigentlich schade, dass andere Nutzer hier nicht zugelassen sind. Nicht einmal Alumni.

Das neue Gesundheits- und Leistungssportzentrum der Universität wurde am Freitagnachmittag sportlich eröffnet – nach nicht einmal einem Jahr Bauzeit. Offiziell beginnt der Betrieb am 24. Oktober. Dann steht das mit nagelneuer Technik ausgestattete Gebäude samt Fitnessstudio, Tanzsaal, Kampfsporthalle, vier großen Multifunktionsräumen, Labor, Physiotherapiepraxis und Besprechungsraum den Mitgliedern des Hochschulsports sowie den Studierenden und Lehrenden der Sportwissenschaft zur Verfügung. In den neuen Schulungsräumen sollen Theorie und Praxis unmittelbar miteinander verbunden und moderne Forschung ermöglicht werden, heißt es.

Dass es zum Schluss so schnell gehen würde, hat Jörg Verhoeven kaum geahnt, als er die Idee vor knapp 15 Jahren zum ersten Mal vorstellte. Der neue Uni-Rektor Prof. Johannes Wessels , der auch als Vorsitzender der Lenkungskommission die Finger im Spiel hatte, lobte das Projekt und seine Verwirklichung als beispielhaft: „Studierende und Mitarbeiter brauchen den Sport als Ausgleich für das, was sie sonst machen.“ Üblicherweise finanziert der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Gebäude dieser Art und vermietet sie dann an die Hochschule. In diesem Fall wurde das Geld direkt von der Uni gezahlt – nachdem Wirtschaftsprüfer grünes Licht gegeben hatten.

Breiten- und Leistungssportler sollen sich das neue Gebäude am Horstmarer Landweg redlich teilen. Es diene mit seinem Bistro zugleich als Begegnungsstätte auf dem Sportcampus.

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4370772?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F