Schreibwettewerb Westfälische Reihe Gruseln im Münsterland

Münster -

Im Münsterland wird gemordet, geliebt, gelitten und gelebt: Dieser Eindruck entsteht, wenn man die Einsendungen des Schreibwettbewerbs der Westfälischen Reihe betrachtet. In diesem Jahr konnten Autoren in drei Kategorien teilnehmen: Kinder- und Jugendbuch, Krimi sowie Biographie.

Die Gewinner des Schreibwettbewerbs nehmen die ersten Exemplare ihrer Bücher von Autorenberaterin Maike Schößler entgegen (v.l.): Marcus Lenz, Gerhard Kaliski und Andreas Busch.
Die Gewinner des Schreibwettbewerbs nehmen die ersten Exemplare ihrer Bücher von Autorenberaterin Maike Schößler entgegen (v.l.): Marcus Lenz, Gerhard Kaliski und Andreas Busch. Foto: wn.de

„Wir hatten eine beachtliche Resonanz“, freut sich Anna Sonnabend , Produktverantwortliche des Selbstverlags. Manuskripte kamen laut Pressemitteilung nicht nur aus dem Münsterland , sondern sogar aus Süddeutschland und den USA: Sehr groß sei die Teilnahme in der Kategorie Kinder- und Jugendbuch, in der sich Marcus Lenz aus Warendorf durchsetzte. „Gut gefallen hat uns die schöne Sprache des Autors. Zarte Beobachtungen werden in fantasievolle Wortbilder gekleidet“, erklärt Autorenberaterin Maike Schößler. Eine weitere Besonderheit habe sich bei diesem Wettbewerbsbeitrag herauskristallisiert. „Ein Hecht im Freibad – Phantastische Münsterlandgeschichten für Kinder ab 5 Jahre“ ist eine Sammlung, die ursprünglich ausschließlich als Gutenachtgeschichten für die drei Kinder von Marcus Lenz gedacht war. Übersetzt wurden sie zum Bestandteil des Unterrichts in Schulklassen auf dem ganzen Globus, heißt es. Kinder verschiedener Kontinente bebilderten die Geschichten, die in Westfalen rund um Freckenhorst spielen.

Auch Andreas Buschs Krimi „Von Droste und die Schauspieler“ hat einen Plot mit regionaler Färbung. Sein Kriminalroman um den feinsinnigen Kriminalrat Richard von Droste spielt im Heimatort des Autors – im beschaulichen Ostbevern. Für das Fernsehen wird hier ein Reiterhofdrama gedreht. Zwei renommierte Schauspieler werden getötet. Von Droste verzweifelt, dann wird seine Freundin an einem der Tatorte gefunden.

„Das Gewinnerbuch ist eine stimmige Geschichte, spannend, handwerklich einwandfrei und lustig zugleich“, betont Anna Sonnabend. Es ist bereits Andreas Buschs vierter Droste-Krimi.

In der Kategorie „Biographie“ überzeugte Gerhard Kaliskis Beitrag „Vom Hakenkreuz zur Kreuzhacke“, in dem der 87-Jährige seine Jugend im sibirischen Straflager eindrucksvoll schildert. Nach einer unbeschwerten Kindheit ist er beim Abtransport 15 Jahre alt, nach fünf Jahren kommt er als erwachsener Mann wieder frei. Maike Schößler: „Kalisiki gelingt es, dieses schwere Thema in gut verdauliche Worte zu kleiden. Ein Zeitzeuge, der sein Buch als Warnung für die heutigen Generationen sieht.“

Alle drei Gewinner wurden kostenlos in der Westfälischen Reihe veröffentlicht. Schon jetzt gibt es die Bücher im Shop der Westfälischen Reihe und im Buchhandel.

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