Quartier Moldrickx Ein Quartier mit eigener Mitte

Münster-Kinderhaus -

Der Siegerentwurf des städtebaulichen Wettbewerbs für die Neugestaltung des Gärtnerei-Betriebsgeländes der Familie Moldrickx in den kommenden Jahren findet breite Zustimmung.

Von Katrin Jünemann
Der Siegerentwurf der Architektengruppe Stadtraum aus Düsseldorf erschließt das neue Baugebiet von der Westhoffstraße und bietet eine zweite Zufahrt vom Langebusch.
Der Siegerentwurf der Architektengruppe Stadtraum aus Düsseldorf erschließt das neue Baugebiet von der Westhoffstraße und bietet eine zweite Zufahrt vom Langebusch.

Auch die Familie ist zufrieden: „Es ist eine gute Grundlage für die weitere Planung“, an der noch gearbeitet werden müsse, sagt Ruth Schneider- Moldrickx . Der Entwurf sei sehr klar gegliedert, „das machte den Reiz aus.“

Das neue, 3,7 Hektar große Wohngebiet „wertet ganz sicher den Stadtteil auf“, betont Bezirksbürgermeister Manfred Igelbrink. „Ich finde, das ist ein gelungener Entwurf.“ Ihn überzeuge sowohl die Anzahl der Wohneinheiten und als auch, dass sich der Entwurf gut in das umgebende Areal einfüge. Positiv findet er auch die zweite Zufahrt vom Langebusch aus. Er freue sich schon auf die Vorstellung des Entwurfs durch den Architekten am 27. Oktober: „eine spannende Sache“.

Für Jochen Frese, SPD-Fraktionschef in der Bezirksvertretung Nord, bietet der Siegerentwurf „eine sinnvolle und maßvolle Ergänzung, die wunderbar zu Kinderhaus‘ neuer Mitte“ passe. „Manchmal ist es ein Indiz, wenn eine Entscheidung einstimmig fällt“, fügt er mit Blick auf den Entscheid der Jury hinzu. Bei der konkreten Planung müsse die Ausfahrt zur Westhoffstraße intensiv betrachtet werden, da sich der Verkehr dort schon jetzt knubbele.

CDU-Ratsherr und CDU-BV-Fraktionschef Olaf Bloch spricht sogar von einer „genialen Lösung“ bezüglich der Bebauungsgliederung: „in der Mitte höher, an den Rändern flach abfallend“. Auch dass die Kita, die in der nordöstlichen Ecke des Areals positioniert ist, von zwei Seiten erschlossen werde – über die Zufahrt zum Wohngebiet vom Langebusch aus und über die zen­trale neue Erschließungsstraße – sei von Vorteil.

SPD-Ratsherr Thomas Kollmann , der als Beobachter ohne Stimmrecht an der Sitzung der Jury teilnahm, wertet den Entwurf „als große Entwicklungschance für den Stadtteil Kinderhaus“. Es werde sicher „gewöhnungsbedürftige Umstellungen geben“, meint er mit Blick beispielsweise auf neue Nachbarn, die Baustelle und den Verkehr. „Es ist wichtig“, so Kollmann weiter, „dass es weiterhin ein transparentes Verfahren bleibt“.

„Der Entwurf gefällt mir sehr gut“, betont auch der parteilose Bezirksvertreter Marc Weßeling. Er begrüße, dass 240 neue Wohnungen entstehen. Die Positionierung der Stellplätze, die Lage der Kita ganz vorn im neuen Baugebiet – das sei alles gut gelöst. Er hofft, „dass nicht noch mal roter Klinker kommt“.

Kinderhaus sei von vielen unterschiedlichen Quartieren geprägt, sagt Stadtplaner Andreas Kurz, der das neue Wohngebiet auf städtischer Seite betreut.

Der Entwurf biete ein eigenes Quartier mit einer eigenen Mitte und vermittle zwischen Bestand und Neuem. Positiv sei auch, dass es gelungen sei, die Vorgabe von 70 Wohneinheiten pro Hektar zu erfüllen.

Bereits der Eingangsbereich sei durch den – auch tempomindernden – Versatz des Straßenverlaufs differenziert gestaltet.

Vorteilhaft sei auch die Lage der Kita rechter Hand zu Beginn des Baugebietes direkt am Durchstich zum Langebusch. „Kitas haben einen regen Autoverkehr, Darauf wurde bei der Wahl des Standorts Rücksicht genommen.“

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