Zehntes Woody-Guthrie-Festival im Bennohaus Migration und Antifaschismus

Münster -

Anspruchsvolle Songs sind literaturnobelpreiswürdig. Bob Dylan hat’s gezeigt. Einer seiner Vorbilder war Woody Guthrie. Besonders Guthries Technik, einen Folkstandard mit eigenen Texten und veränderter Phrasierung zu modifizieren, faszinierte ihn. Später wandte Dylan diese Technik selbst an. Im Bennohaus findet passenderweise vom 21. bis 23. Oktober zum zehnten Mal das Woody-Guthrie-Festival statt.

Woody Guthrie war Vorbild für unzählige Liedermacher – einer davon war Literaturnobelpreisträger Bob Dylan.
Woody Guthrie war Vorbild für unzählige Liedermacher – einer davon war Literaturnobelpreisträger Bob Dylan. Foto: PR

Seit 2007 präsentieren sich Liedermacher, Bands und Chöre, die sich den Migranten, den Gewerkschaften und dem Antifaschismus zugehörig fühlen und an den Aktionen ihrer Bewegungen teilnehmen.

Am Freitag (21. Oktober) beginnt das Festival mit der Revue „iAy, Carmela!“. Das Programm erinnert an den Spanischen Bürgerkrieg und die Rolle der Internationalen Brigaden bei der Verteidigung der spanischen Republik, die vor 80 Jahren (1936) in den Kampf gegen den Faschismus in Spanien eingriffen. Das Duo Contraviento und Claudia Lahn aus Münster sind die Akteure dieses Abends.

Am Samstag (22. Oktober) findet ab 14 Uhr eine kulturpolitische Konferenz statt. Unter dem Titel „Wie bunt will Westfalen sein?“ lädt die Fraktion „ Die Linke “ im Landschaftsverband Westfalen-Lippe dazu ein, über das Thema „Kultur und Migration in Westfalen“ zu diskutieren. Der Samstag wird ab 20 Uhr von Michael Zachcial aus Bremen („Die Grenzgänger“) sowie dem Chor „Signale“ aus Emsdetten gestaltet. Zachcial präsentiert Auszüge aus dem Programm „Die Schiffe nach Amerika“, das an die Migration von Deutschen in die USA erinnert. Der Chor „Signale“ bringt sein Programm „Bewegte Zeiten“ mit und wird Beispiele praktischer kultureller Integrationsarbeit zeigen.

Ein Mitsing-Event unter Anleitung findet am Sonntag (23. Oktober) von 18 bis 19 Uhr statt – Textblätter werden gestellt. Anschließend stellt der Kölner Liedermacher Gerd Schinkel Songs aus seinem Programm „Zuflucht – Willkommende Lieder“ vor, das sich vor allem mit Fragen der gegenwärtigen Migration beschäftigt.

Zum Thema

Infos über Eintrittspreise und Bestellmöglichkeiten gibt es online. 

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